Fluggesellschaften stehen vor großen Herausforderungen, in einer Zeit, in der der Luftverkehr zu einer globalisierten wirtschaftlichen Aktivität geworden ist. Tatsächlich bleiben die neuen Herausforderungen der Fluggesellschaften eng mit der Verbesserung der Flugsicherheit verbunden, die einen erstklassigen Platz in den Strategien der Unternehmen einnimmt. Es ist festzustellen, dass der Luftverkehr ständig wächst. Das Flugzeug ist zu einem immer häufiger genutzten Fortbewegungsmittel geworden. Davon zeugt die Anzahl der Passagiere, die sich in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppeln soll, um fast 6 Milliarden Reisende zu erreichen. Hinzu kommt die wachsende Anzahl der geplanten Flüge sowie das beeindruckende Volumen der Bestellungen bei den Herstellern, wie Najib Boulif, beigeordneter Minister für Transport, erinnerte. Die Herausforderungen des Luftverkehrs machen sich auch auf Ebene der Low-Cost-Fluggesellschaften bemerkbar, die vor allem in der Ära des Open Sky immer zahlreicher werden. Im gleichen Sinne betonte der PDG der RAM, Driss Benhima, die Auswirkungen der Liberalisierung des Luftverkehrs auf die Entwicklung der Unternehmen. Zwar hat die Liberalisierung stark zur Demokratisierung des Luftverkehrs geführt, aber sie hat nicht nur Glückliche gemacht. Für einige Unternehmen, die nicht vorgesorgt haben, ist der Open Sky Träger tödlicher Bedrohungen. Tatsächlich sind das Wachstum des Luftverkehrs, die nachhaltige Entwicklung der Unternehmen sowie die Auswirkungen der Liberalisierung des Sektors allesamt Herausforderungen, denen sich die Fluggesellschaften stellen müssen. Eine Frage drängt sich also auf: Wie kann man von der Liberalisierung des Luftverkehrs profitieren und gleichzeitig eine nachhaltige und gelassene Entwicklung der Luftverkehrsbetreiber garantieren? Um aus diesem Dilemma herauszukommen, empfiehlt der Chef der RAM, die Chancen, die die Liberalisierung bietet, mit der Entwicklung der nationalen Fluggesellschaften zu kombinieren. Hinzu kommt die Entwicklung des gemeinschaftlichen Luftverkehrs innerhalb der großen subregionalen Ensembles, insbesondere in Afrika. Bewusst dieser Herausforderungen hat die RAM seit den 2000er Jahren eine Reflexion über ihre Open-Sky-Strategie geführt. Diese wurde durch die Unterzeichnung eines Open-Sky-Abkommens mit den USA im Jahr 2004 und mit der EU im Jahr 2006 gekrönt. Was die Ergebnisse betrifft, so wurden sie vom beigeordneten Minister für Transport als positiv qualifiziert. Heute, präzisiert er, bedienen etwa 44 Fluggesellschaften das nationale Territorium mit fast 1.700 wöchentlichen Flügen. Um diese Dynamik zu begleiten, hat sich Marokko daran gemacht, die Luftfahrtindustrie zu einer der Säulen seines Industrialisierungsplans zu machen. Die Qualifizierung des Humankapitals steht im Mittelpunkt des Plans. So sind mehrere dedizierte Ausbildungsinstitute entstanden. Hommage an den ehemaligen Präsidenten der ATAF: Die 1950 gegründete ATAF ist ein Verband, der im Wesentlichen 13 französischsprachige Fluggesellschaften, Flughafenverwaltungsgesellschaften und Betreiber vertritt, die komplementäre Sektoren zum Luftverkehr in Ländern Europas, des Nahen Ostens, des Indischen Ozeans und Afrikas repräsentieren. Die Hauptaufgabe des Verbandes ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den französischsprachigen Fluggesellschaften und die Entwicklung des Luftverkehrs in der französischsprachigen Zone durch die Dynamisierung der Stärken der Mitgliedsunternehmen, die Stärkung der Solidarität im Rahmen der Frankophonie und die Ermutigung zum Aufbau eines fruchtbaren Dialogs zwischen den Mitgliedsunternehmen sowie mit ihren jeweiligen Aufsichtsbehörden. Die 121. Generalversammlung, die am vergangenen Wochenende in Rabat stattfand, war somit eine günstige Gelegenheit, um über die Herausforderungen zu debattieren, denen sich die französischsprachigen Fluggesellschaften gegenübersehen. Es war auch eine Gelegenheit, denjenigen zu huldigen, die zum Aufschwung der ATAF beigetragen haben. Das Galadinner, das am vergangenen Samstag zu Ehren der teilnehmenden Referenten organisiert wurde, war geprägt von der nachdrücklichen Hommage, die Driss Benhima Jean-Cyril Spinetta, dem ehemaligen PDG der Air France/KLM-Gruppe, zollte, der die ATAF 16 Jahre lang präsidierte.
Nachrichten 18 May 2014 3 Min. Lesezeit
Französischsprachige Luftverkehrsbetreiber im Konklave in Rabat

