FrançaisEnglishالعربيةDeutschEspañolNederlandsItaliano中文

Ihr Warenkorb ist leer

Das Abenteuer wartet auf Sie!

Über die Ifrane

Ifrane (arabisch ‏إفران‎) ist eine etwa 15.000 Einwohner zählende Stadt im Norden Marokkos in der Region...

Aktuelles aus Ifrane

Verfolgen Sie die neuesten Nachrichten, Projekte und offiziellen Mitteilungen Ihrer stadt.

Nachrichten 10 Jun 2014 4 Min. Lesezeit

Auf dem Weg zu einem neuen Stadtmodell

Auf dem Weg zu einem neuen Stadtmodell

Die Al Akhawayn Universität in Ifrane war am 9. und 10. Juni Gastgeber des ersten internationalen Gipfels für intelligente Städte in Nordafrika. Als Treffpunkt für Austausch und Reflexion über die besten Praktiken für eine bessere Lebensqualität in der Stadt, in einer Zeit, in der technologische Innovationen die Stadtverwaltung beeinflussen, brachte diese Veranstaltung mehrere Entscheidungsträger aus dem öffentlichen und privaten Sektor sowie Experten und Forscher zusammen, die auf dem Gebiet der intelligenten Städte spezialisiert sind. Diese Redner und Referenten aus der ganzen Welt nutzten diese Gelegenheit, um ihre Erfahrungen im Management intelligenter Städte auszutauschen und betonten die dringende Notwendigkeit für die Länder Nordafrikas, ein neues und nachhaltiges Modell der Stadtentwicklung im aktuellen Kontext einer verstärkten Urbanisierung zu übernehmen. Für Kenza Kbabra, Direktorin des internationalen Gipfels für intelligente Städte in Nordafrika, ist das Phänomen, auch wenn der junge Charakter der Urbanisierung zur Debatte steht, dabei, ein unbestreitbares und beispielloses Ausmaß anzunehmen. „Städte nehmen nur 2% der Erdoberfläche ein, beherbergen aber bereits 50% ihrer Bevölkerung, ein Prozentsatz, der bis 2050 auf 70% steigen könnte. Dieses Wachstum ist in Nordafrika und Westasien noch ausgeprägter. All diese Faktoren haben geradezu erstaunliche Auswirkungen. Städte verbrauchen 75% der Energieproduktion und sind weltweit für 80% der CO2-Emissionen verantwortlich. Über die Umweltauswirkungen hinaus macht die massive Konzentration der Bürger in städtischen Ballungszentren den Zugang zu Gesundheitsdiensten, Bildung, sanitären Einrichtungen, Verkehr, Wasser und Strom noch schwieriger. Hier kommt die intelligente Stadt ins Spiel, indem sie in kreatives und soziales Kapital investiert und digitale Daten und Technologien einbezieht“, erklärte sie.

Ihrer Meinung nach unterstützt die intelligente Stadt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, verwaltet ihre Ressourcen und physischen Infrastrukturen effizient und bindet die Bürger in Governance-Fragen ein. Sie fördert somit eine nachhaltige und wirtschaftliche Stadtentwicklung und garantiert gleichzeitig eine bessere Lebensqualität für ihre Bürger. „Im letzten Jahrzehnt haben ‚intelligente‘ Initiativen dazu beigetragen, die Kriminalitätsraten um 20% zu senken, den Wasserverbrauch um 80% zu verbessern und den Energieverbrauch zu halbieren“, gab sie an. Dieser Gipfel war eine Gelegenheit, eine Reflexion über innovative und neuartige Ideen anzustoßen, die im städtischen Umfeld realisierbar sind und dazu beitragen können, Marokko zu modernisieren und gleichzeitig als Beispiel für den Rest der nordafrikanischen Region zu dienen. Die digitale Inklusion gehörte zu den Optionen, die untersucht wurden, um eine sichere und robuste Infrastruktur zu entwickeln, die allen Bürgern gerecht wird und eine nachhaltige Zukunft in den Städten Nordafrikas sichert. Marie-André Doran, Direktorin des Instituts für Informationstechnologien und Gesellschaften (ITIS) in Kanada, wies in diesem Sinne darauf hin, dass die Digitalisierung eine Revolution für die Städte Marokkos darstellen kann, indem sie ihnen hilft, sich harmonisch zu entwickeln und einen sehr positiven Einfluss auf die Lebensbedingungen der Bürger zu haben. „Dieser Gipfel der intelligenten Städte ermöglicht es Marokko, seine Führungsposition im digitalen Bereich zu zeigen und den Weg für andere Länder Nordafrikas zu ebnen“, betonte sie. Die anderen Themen, die bei diesem Treffen behandelt wurden, betreffen Innovation und Wirtschaftswachstum, Stadtplanung und Mobilität, Ressourcen- und Infrastrukturmanagement, Bildung sowie gute Regierungsführung. Ambitionen für ein digitales Marokko: Badr Boubker, Direktor für digitale Wirtschaft im Ministerium für Industrie, Handel, Investitionen und digitale Wirtschaft, der während des Gipfels sprach, machte deutlich, dass Marokko neue Technologien in den Mittelpunkt seiner Prioritäten gestellt hat, indem es 2009 die Strategie „Maroc Numeric 2013“ startete. Diese Strategie, die sich um vier Achsen dreht, nämlich soziale Transformation, nutzerorientierte öffentliche Dienste, Produktivität von KMU und die IKT-Industrie, hat es ihm zufolge ermöglicht, E-Gov-Initiativen umzusetzen, wie die Informatisierung des Personenstandswesens, die Online-Steuerzahlung oder die Automatisierung der Erstellung einer Vielzahl von Verwaltungsdokumenten. „Diese grundlegenden Initiativen im Hinblick auf die Einrichtung intelligenter Städte werden vom Industrieministerium fortgesetzt und verbessert, das an einer neuen digitalen Strategie arbeitet, mit dem Ziel, IKT zu einer der Säulen der marokkanischen Wirtschaft zu machen“, erklärte er.

Anhören
Größe: