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Tanger (auf Arabisch: طنجة, Tanja; griechisch-römisch: Tingis) ist eine Stadt im Norden Marokkos. Sie ist der Hauptort der...

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Kultur 13 May 2014 2 Min. Lesezeit

Afrikanische Vielfalt auf dem SIT hervorgehoben

Afrikanische Vielfalt auf dem SIT hervorgehoben

Die Schriftsteller, Denker und Journalisten, die an den Diskussionsrunden der 18. Ausgabe des Internationalen Buch- und Kunstsalons von Tanger (SIT 2014) teilnahmen, hoben am Donnerstag den Reichtum und die Vielfalt des afrikanischen Ausdrucks hervor, die sich in der Vielzahl der kulturellen Traditionen und in der sprachlichen Pluralität des Kontinents widerspiegeln. Die Teilnehmer dieses Salons, der bis zum 11. Mai vom Französischen Institut in Marokko im Rahmen seiner kulturellen Saison in Partnerschaft mit der Vereinigung Tanger Region Kulturelle Aktion (ATRAC) organisiert wird, stellten fest, dass sich dieser Reichtum auch in der Öffnung der afrikanischen Literatur gegenüber den westlichen Sprachen widerspiegelt, die Vektoren der Übertragung und der modernen Interpretation des afrikanischen Denkens sind. In dieser Hinsicht betonte der kongolesische Schriftsteller und Diplomat Henri Lopes während einer Diskussionsrunde zum Thema „Afrikanischer sprachlicher Pluralismus“ die Besonderheiten der afrikanischen Ausdrucksformen, die lange Zeit einen mündlichen Charakter hatten, ein Faktor für Reichtum und Vielfalt aufgrund der Vielzahl der Sprachen und Dialekte des Kontinents. Die subsaharischen Schriftsteller und Intellektuellen seien natürlich von diesem üppigen kulturellen Umfeld geprägt, entschieden sich aber meist für das Schreiben in westlichen Sprachen, insbesondere Französisch und Englisch, die es ermöglichten, eine größere Sichtbarkeit zu verleihen und sich einem breiteren Publikum zu öffnen, bemerkte er. Doch weit davon entfernt, einfache Benutzer der Sprachen von Molière und Shakespeare zu sein, hätten die afrikanischen Autoren diese Sprachen nach ihren eigenen Empfindlichkeiten und Ausdruckscodes geformt und eine eigenständige afrikanische Literatur entwickelt, die durch Vielfalt sowohl auf sprachlicher als auch auf ästhetischer Ebene gekennzeichnet sei, fügte Herr Lopes hinzu. Der malische Schriftsteller Ibrahima Aya seinerseits unterstrich die Bedeutung, die Freiheit des Schriftstellers bei der Wahl der Ausdruckssprache, aber auch der behandelten Themen zu respektieren, und drückte seine Wertschätzung für die Autoren aus, die sich entscheiden, in ihren afrikanischen Muttersprachen und Originalsprachen zu schreiben, und mit ihrer fast militanten Geste zur Bereicherung der menschlichen Kultur beitragen.



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