Genug ist genug. Die Lehrer des qualifizierenden Gymnasiums „Zainab Nafzaouiya“ in der Delegation von Sidi Bernoussi in der Region Groß-Casablanca wollten ihrem Unmut Ausdruck verleihen, als sie am 14. Mai einen Protest-Sitzstreik vor der Schule organisierten. Damit prangern sie das Verhalten der Verantwortlichen der Einrichtung gegenüber sowohl dem pädagogischen Personal als auch den Schülern an. Einer von ihnen wurde sogar am 16. März von einem Verwaltungsmitglied scharf zurechtgewiesen.
Dieses ungesunde, von Gewalt geprägte Umfeld, das weit von den pädagogischen Lehren entfernt ist, die eine Schule vermitteln sollte, wird von den Lehrern in einer zu diesem Anlass verfassten Erklärung scharf verurteilt. Ihre Forderungsliste ist lang. Das Verhalten der Verwaltung überschreitet ihrer Meinung nach alle Grenzen. So geht sie sogar so weit, falsche Verwaltungsberichte an die Delegationsdienste zu senden, die die reale Situation der Einrichtung in keiner Weise widerspiegeln. Was die pädagogischen Aktivitäten betrifft, so werden diese laut der Erklärung kaum geschätzt. Die Verwaltung findet sie nicht nach ihrem Geschmack und lehnt sie pauschal ab, egal ob sie von Lehrern, Clubs oder sogar dem Elternverein organisiert werden. Dabei kompensieren all diese Aktivitäten das Fehlen bestimmter Pflichtfächer, die nicht unterrichtet werden. Es handelt sich dabei um Sportunterricht und Informatik, die den Schülern bereits seit 3 Jahren vorenthalten werden. Darüber hinaus beklagen die Lehrer den Mangel an Sicherheit und Mitteln, die es ihnen ermöglichen würden, ihre Aufgabe ordnungsgemäß zu erfüllen. Forderungen, die berücksichtigt werden sollten, zumal es vor allem die wissenschaftlichen Labore sind, denen es schmerzlich an jeglicher Ausrüstung für praktische Arbeiten mangelt. Eine Nachlässigkeit, die nicht erst von heute stammt, da diese Ausrüstung seit der Gründung der Einrichtung nie existiert hat, wie die Lehrer versichern. Schlimmer noch: Anstatt die von den Lehrern angebotenen Nachhilfekurse zu fördern, versuchen die Verwaltungsmitarbeiter mit allen Mitteln, diese zu verhindern, indem sie alle möglichen Hindernisse aufbauen. Dafür zögern sie nicht, die Lehrer in den Augen der Schüler zu diskreditieren. Deshalb spricht die Erklärung sogar von einer gezielten Provokation gegenüber dem Lehrkörper. Ein Verhalten, das in Belästigung ausartet. Verletzung des Berufsgeheimnisses, Missachtung der Charta für gutes Benehmen, Machtmissbrauch, Günstlingswirtschaft gegenüber bestimmten Personen – Verstöße, die einer verwerflicher sind als die anderen. Und es sind die Schüler, die sich im Zentrum des Sturms wiederfinden und leider den Preis dafür zahlen.
Natürlich sind die Lehrer nicht untätig geblieben. Diese alarmierende Situation aufgrund einer anarchischen Verwaltung hat eine lebhafte Reaktion ihrerseits hervorgerufen. Sie haben die Alarmglocken geläutet und die Verantwortlichen der Delegation für nationale Bildung aufgefordert, so schnell wie möglich einzugreifen, um das Dringendste abzuwenden.
Nachrichten 21 May 2013 3 Min. Lesezeit
Lehrer eines qualifizierenden Gymnasiums im Sitzstreik in Casablanca

