Der Staatsanwalt beim erstinstanzlichen Gericht von Tan-Tan hat beschlossen, das Verfahren, das nach dem tragischen Unfall am 10. April auf der Nationalstraße Nr. 1 zwischen Tanger und Lagouira zwischen einem Reisebus und einem Lastwagen eingeleitet wurde, aufgrund des Todes der beiden beteiligten Fahrer einzustellen, wie aus Justizkreisen zu erfahren war.
„In Anwendung von Artikel 40 der Strafprozessordnung werden die überlebenden Opfer und die Rechtsnachfolger der Verstorbenen über diese Entscheidung informiert, damit sie ihre zivilrechtlichen Anträge bei der zuständigen Justizbehörde einreichen können“, heißt es in einer Mitteilung des Generalstaatsanwalts.
Die Generalstaatsanwaltschaft, so die Mitteilung weiter, habe eine eingehende gerichtliche Untersuchung zu den Umständen dieses Unfalls eingeleitet, bei dem 35 Menschen starben und 9 verletzt wurden. Dabei wurden die Überlebenden, der zweite Fahrer des Busses, der Besitzer des Lastwagens, der gesetzliche Vertreter des Reiseunternehmens sowie die Rechtsnachfolger der Opfer und einige Verkehrsteilnehmer, die Zeugen des Unfalls waren, angehört.
Zwei Gutachten wurden zu diesem Thema erstellt, fügt dieselbe Quelle hinzu und erklärt, dass die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der Busfahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und in den entgegenkommenden Lastwagen schleuderte, wobei er diesen frontal an der linken Seite des Aufliegers traf, was einen Brand auslöste.
Das Feuer, dessen Hitze 700 Grad überstieg, wurde durch den Kraftstoff aus den Tanks beider Fahrzeuge sowie durch die Reifen und das Vorhandensein von Kunststoffprodukten und einer Gasflasche, deren Fragmente am Unfallort gefunden wurden, angefacht, präzisiert die Quelle. Sie weist darauf hin, dass die Flammen das Innere des Busses erreichten, in dem sich Passagiere befanden, mehrheitlich Kinder, die im Inneren gefangen waren und sich nicht retten konnten.

