Der für Finanzverbrechen zuständige Untersuchungsrichter beim Anhang des Berufungsgerichts von Salé hat am Donnerstag den ehemaligen Generaldirektor der marokkanischen Schifffahrtsgesellschaft „Comanav“ angehört. Der Beschuldigte wurde im Rahmen des vertieften Verhörs angehört, während der Personaldirektor der Gesellschaft später am Tag angehört werden sollte. Die beiden Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Sieben Personen (ehemalige Verantwortliche, Führungskräfte und Angestellte der Gesellschaft) werden im Fall Comanav, dessen Ereignisse bis zum letzten Juni zurückreichen, wegen „Bildung einer kriminellen Bande, Vorbereitung zur Beeinträchtigung der inneren Sicherheit des Staates, Verletzung des Berufsgeheimnisses, Anstiftung und Teilnahme an der Sabotage öffentlicher Einrichtungen (Häfen und Schiffe) und Behinderung der Arbeitsfreiheit“ verfolgt.
Der Untersuchungsrichter hatte den Präsidenten und Generaldirektor von Comanav und seine beiden Söhne, von denen einer der ehemalige Bürgermeister von Tanger ist, sowie Führungskräfte der Gesellschaft als Zeugen angehört. Ein Kommuniqué des Generalstaatsanwalts des Königs beim Berufungsgericht von Rabat hatte, wie man sich erinnert, darauf hingewiesen, dass der Untersuchungsrichter aufgrund von Informationen, die bei der Generalstaatsanwaltschaft eingegangen waren, wonach Einzelpersonen illegale Handlungen begangen hätten, die geeignet seien, die innere Sicherheit des Staates und die nationalen wirtschaftlichen Interessen zu beeinträchtigen, Strukturen, Häfen und Schiffe zu beschädigen und die Arbeitsfreiheit im Hafen Tanger-Med zu behindern, auf der Grundlage eines Rechtshilfeersuchens die Nationale Brigade der Kriminalpolizei mit Ermittlungen beauftragt habe, an deren Ende sieben Personen angehört wurden, von denen sechs in Untersuchungshaft genommen wurden.
Nachrichten 01 Sep 2012 2 Min. Lesezeit
Anhang des Berufungsgerichts von Salé: Ehemaliger DG der Comanav vom Untersuchungsrichter angehört

