Die Beobachtungsstelle für lokale Regierungsführung (OGL) von Salé hat soeben einen runden Tisch organisiert, der insbesondere durch die Teilnahme des Bürgermeisters der Stadt, Noureddine Lazrak, geprägt war.
Bei dieser Gelegenheit betonte Mohammed Sikouk, Präsident der Beobachtungsstelle, dass die Organisation dieses Treffens ein Beitrag zur Umsetzung der verfassungsrechtlichen Bestimmungen zur Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft bei der Überwachung und Begleitung der von den gewählten Räten unternommenen Maßnahmen sei.
Noureddine Lazrak seinerseits begrüßte die Gründung der OGL, die er als Mehrwert für das Vereinsleben der Stadt betrachtete, und verteidigte die Arbeit seines Teams im Rathaus von Salé. Für ihn ist die Bilanz, auch wenn nicht jeder zufrieden ist, angesichts der täglichen Zwänge insgesamt positiv.
Um die Herausforderungen der lokalen Verwaltung zu bewältigen, bekräftigte er, dass der Stadtrat einen Ansatz verfolgt, der auf der Diagnose von Fehlfunktionen basiert, bevor Lösungen für die aufgeworfenen Probleme vorgeschlagen werden. Ebenso erinnerte er daran, dass die getroffenen Entscheidungen erst nach mehreren Jahren Früchte tragen können. Der Akademiker und zivilgesellschaftliche Akteur Abdelkader Dinia beleuchtete seinerseits einige Fehlfunktionen, die die Verwaltung der lokalen Angelegenheiten geprägt haben. Seiner Meinung nach waren die ausgearbeiteten Entwicklungspläne nicht in der Lage, die demografische und städtebauliche Entwicklung der Stadt zu begleiten und somit auf die wachsenden Bedürfnisse der Einwohner zu reagieren.
Lahcen Bahdi, ein zivilgesellschaftlicher Akteur, ist der Ansicht, dass die gewählten Räte viel Zeit und Geld verloren haben, ohne Projekte zur Schaffung von Wohlstand in Gang zu bringen. Er warf der Mehrheit in den gewählten Gremien vor, die Opposition marginalisiert und auf heterogene Bündnisse zum Nachteil der Effektivität und Effizienz bei der lokalen Verwaltung, insbesondere bei lokalen Projekten, zurückgegriffen zu haben.

