Bei dieser Gelegenheit betonte Prof. Ouafae Messouak die Parkinson-Krankheit; eine chronische neurodegenerative Krankheit, die im Allgemeinen den Menschen ab 50 Jahren treffen kann, infolge des Absterbens der schwarzen Substanzen, die Dopamin im Gehirn produzieren. Mit dem Verlust dieses chemischen Botenstoffs verliert der Mensch somit das Gleichgewicht seiner Bewegungen (umgekehrt könnte ein Überschuss an Dopamin der Ursprung von Symptomen sein, die mit Schizophrenie assoziiert sind). Sie erklärte dem Publikum somit, dass der genetische Faktor bisher der einzige Grund ist, der den Neurologen bezüglich der Ursachen dieser Krankheit bekannt ist. Im Gegensatz dazu bleiben die Ursachen und die Mittel zur Vorbeugung gegen diese Krankheit mysteriös, da die wissenschaftlichen Forschungen in diesem Stadium zu keinem Ergebnis geführt haben. Deshalb ist niemand vor dieser Krankheit sicher! „Auch wenn ein Mann oder eine Frau an Parkinson erkrankt ist, wird empfohlen, einen Physiotherapeuten zu konsultieren und weiterhin seine täglichen Bewegungen auszuführen, unabhängig von der Hilfe der Familienmitglieder“, präzisierte die Physiotherapeutin Nora Mansouri bei ihrem Beitrag. Sie unterstrich auch die Bedeutung des Sports, unter der Bedingung, dass er gut programmiert ist, sowie die psychische Unterstützung des Patienten durch sein Umfeld, um ihn in seinen Bewegungen unabhängig zu machen.
Im Anschluss an diese beiden Beiträge ermöglichte eine Frage-Antwort-Runde den Anwesenden, bestehend aus Patienten und ihren Familien, die aus verschiedenen Städten des Königreichs gekommen waren, Fragen zu stellen. Die Mehrheit dieser Fragen betraf die Übernahme der medikamentösen Behandlung. Und für diejenigen, deren Medikamente keine Wirkung auf den Körper haben, bleibt die Chirurgie die einzige Lösung, aber sie bleibt sehr kostspielig für wirtschaftlich Schwache (ab 300.000 DH). Folglich interveniert der Verein „Les Amis du mouvement anormal“, indem er mehr als 200.000 DH des Preises der Operation übernimmt.
Man zählt derzeit mehr als 30.000 Parkinson-Patienten, das bedeutet, dass sie etwa 1 bis 2% der Bevölkerung über 50 Jahren betrifft, und in den kommenden Jahren könnten 50.000 Menschen an der Parkinson-Krankheit erkrankt sein.
Nachrichten 13 Apr 2012 2 Min. Lesezeit
Die Freunde der Bewegungsstörungen schlagen Alarm: 30.000 marokkanische Parkinson-Patienten leiden qualvoll.
Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages organisierte der Verein „Les Amis du mouvement anormal“ am Mittwoch, den 11. April, in Rabat eine Konferenz unter dem Motto „Im Jahr 2012 ist die Parkinson-Krankheit eine Priorität der öffentlichen Gesundheit in Marokko“, mit dem Ziel, der Öffentlichkeit alles Wissenswerte über die Schüttellähmung in Marokko zu vermitteln.

