Die Staatsanwaltschaft von Khénifra hat gerade die Verhaftung eines Managers einer fiktiven Reiseagentur angeordnet, die ohne Genehmigung oder Vollmacht eines Reiseveranstalters tätig war. Unter Nutzung des Firmenschilds einer ehemaligen Reiseagentur, die im selben Geschäftskomplex tätig war, verkaufte B.H. Reisetickets für verschiedene Ziele. Während der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Pseudo-Reiseveranstalter zwei minderjährige Jugendliche ausbeutete, die ihm diese Reisedokumente gegen 400 bis 500 DH beschafften. Die beiden Hacker durchsuchten Internet-Kauf- und Shopping-Seiten und nutzten die Kreditkartennummern Dritter, um die bestellten Tickets zu bezahlen. Sie gaben zu, dass sie dies auch beim Kauf anderer Produkte über das Internet taten.
Der Fall flog auf, als eine andere Agentur Anzeige gegen die illegale Tätigkeit einer konkurrierenden Agentur erstattete. Ein Vermischtes, würden wir fast sagen, banal, aber es wirft die heikle Frage der Sicherheit von Transaktionen über das Internet auf, die im letzten Jahr für Schlagzeilen in der Presse sorgte, aber vor allem viele Opfer forderte. Ein Beispiel unter anderen: J.K., der zum fliegenden Personal der RAM gehört, wurde um eine Summe von 6000 DH betrogen. Er erschien auf der Polizeistation, um Anzeige zu erstatten: unzulässig, wurde ihm mitgeteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte ihn auf, das Beste aus der schlechten Situation zu machen. Er wandte sich daher an die ausstellende Bank der Karte, die sich in Frankreich befindet, damit sie ihn nach einer Anzeige in Frankreich erstattet.
Was marokkanische Banken betrifft, ist es ganz einfach: Kunde und Händler sind die einzigen Verantwortlichen. Sie müssen daher die Konsequenzen ihrer Transaktionen tragen. Dies umso mehr, als Marokko über eine sichere Plattform für kommerzielle Transaktionen über das Internet verfügt. Tatsächlich authentifiziert eine SSL-Plattform (Secure Socket Layer) den Händler und verschlüsselt die Kundendaten. Leider weiß jeder, dass Sicherheit im Informatikbereich relativ bleibt. Bugs und andere Schwachstellen, die in den Bereich des Zufalls fallen, führen dazu, dass selbst die ausgefeiltesten Systeme Lücken haben können. Auch in anderen Ländern hat diese Absicherung die Form eines Verbraucherschutzes angenommen. Dieser Schutz schafft das unverzichtbare Vertrauen, das den Handel wie eine Knospe im Frühling blühen lässt. Das ist es, was es zum Beispiel J.K. ermöglicht hat, weiterhin viele Produkte über das Internet zu kaufen. Andere marokkanische Liebhaber neuer Technologien tun dies nicht mehr aus Angst, betrogen zu werden und ihre Kosten nicht decken zu können. Dies stellt eine Bremse für die Entwicklung des E-Commerce dar. Man muss sagen, dass die Gesetzgebung im Bereich der Computerkriminalität im Allgemeinen noch embryonal ist und die Sensibilisierung offiziell fast nicht existiert.
Nachrichten 13 Jan 2012 3 Min. Lesezeit
Sind Transaktionen über das Internet in Marokko sicher? Elektronischer Betrug in einer Reiseagentur in Khénifra

