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Essaouira (auf Arabisch: الصويرة, Transkription: Al-Suwayra, „die gut Gezeichnete“) ist eine Hafenstadt in Marokko an...

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Festival 10 Apr 2015 2 Min. Lesezeit

Eine Ausgabe unter dem Zeichen des Austauschs und der Neuheit

Eine Ausgabe unter dem Zeichen des Austauschs und der Neuheit

Reifer, engagierter und eklektischer kehrt das Festival Gnaoua und Weltmusik von Essaouira für eine neue Ausgabe zurück. Dieses Jahr, vom 14. bis 17. Mai, bläst es seine achtzehnte Kerze aus und feiert sein Alter der Vernunft. Das am meisten erwartete Musikereignis des Jahres verspricht eine schöne Ausgabe, die unter dem Zeichen von Reichtum und Neuheit steht.

Das Festival, das das Schicksal einer ganzen Stadt und vieler Gnaoua-Künstler verändert hat, erhält endlich Anerkennung. Neila Tazi, Produzentin und Direktorin des Festivals, erklärt: «Die 18 Jahre markieren den Beginn einer neuen Ära. Die der Emanzipation und der öffentlich-privaten Partnerschaft für ein Projekt, das bisher nie von der Stadt finanziert wurde.» Als Zeichen eines neuen Aufbruchs kam diese Nachricht nicht allein. Marokko hat gerade offiziell den Antrag bei der Unesco eingereicht, die Gnaoua-Kultur in das immaterielle Weltkulturerbe der Menschheit aufzunehmen. Der Prozess sollte zwei Jahre dauern.

Die Organisatoren hoffen, den Abschluss dieser kolossalen Arbeit zum zwanzigsten Jubiläum des Festivals feiern zu können.

Was die Programmgestaltung betrifft, wird das Publikum eine vielfältige musikalische Auswahl erhalten, die sich hauptsächlich auf Fusionen konzentriert, bei denen die Maâlems die Musiker der Welt willkommen heißen. Ein wichtiger Platz wird marokkanischen Künstlern von anderswo eingeräumt: Hindi Zahra und Aziz Sahmaoui, sowie der urbanen künstlerischen Szene: Mehdi Nassouli, Darga, Barry, Diapa Zone und Timbuuktu.

Der Ball wird von Maâlem Hamid El Kasri und dem afghanischen Künstler Humayun Khan eröffnet. Jeden Tag werden die Fusionen, das Markenzeichen der Veranstaltung, auf dem Programm stehen. Tony Allen aus Nigeria wird auf Maâlem Mohamed Kouyou antworten. Die Gnaoua-Jazz-Fusion wird die Musikliebhaber mit der Anwesenheit des amerikanischen Saxophonisten Kenny Garret zum Tanzen bringen. Als Schüler von Miles Davis ist er einer der Großen des zeitgenössischen Jazz. Die Reise der Sinne geht weiter nach Guadeloupe mit dem Spezialisten für Reggae-Fusion Maâlem Omar Hayat und dem Erben der Gwo-Ka-Kultur Sonny Troupé sowie nach Dänemark mit der Gruppe Mikkel NordsØ Band, die vor zwanzig Jahren ein Album «Aicha» mit Maâlem Mustapha Baqbou veröffentlichte.

Weitere mit Spannung erwartete Wiedersehen sind die mit der Gruppe «Les ambassadeurs», die aus Vorläufern der modernen malischen Musik wie Selik Keita, Cheick Tidiane Seck und Amadou Bagayoko besteht. Das Forum des Festivals, das zu einem wichtigen Teil des Programms geworden ist, widmet sich «L'Afrique à venir» (Das kommende Afrika), diesmal jedoch aus der Sicht der Frauen. Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Politik... alle Aspekte der weiblichen Teilhabe am öffentlichen Leben in Afrika werden bei dieser Gelegenheit thematisiert.

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