In einer außerordentlichen Sitzung hat der Präfekturrat von Fès mehrere Projekte verabschiedet, die unter anderem die Bekämpfung von unhygienischem Wohnraum und Kriminalität betreffen.
Der Präfekturrat von Fès, der zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkam, verabschiedete mehrere Partnerschaftsabkommen zur Bekämpfung von prekären Wohnverhältnissen, zur Verbesserung des Stadtbildes, zur Ausstattung der regionalen Sicherheit für die Kriminalitätsbekämpfung sowie zur Neuprogrammierung des Haushaltsüberschusses für das Geschäftsjahr 2015. So betrifft das erste Partnerschaftsabkommen die Finanzierung des ergänzenden Programms des Prioritätsprojekts zur Umsiedlung von 1.200 Haushalten, deren Wohnungen einsturzgefährdet sind, in den unterversorgten Vierteln Jnanates, Zone Nord, Sahab El Ward und Aouinat Al Houjjaj. Dieses ergänzende Programm, dessen Gesamtbetrag 48 Millionen DH beträgt und dessen Finanzierung durch das Wohnungsbauministerium und die Stadtpolitik über den „Solidaritätsfonds für Wohnungsbau und städtische Integration“ sichergestellt wird, betrifft bedürftige Haushalte, die ihre prekären Wohnungen in Notfällen geräumt haben, mit der Absicht, preisgünstige wirtschaftliche Wohnungen (140.000 DH) im Gebiet Al-Gaada zu erwerben. Laut dem Präsidenten des Präfekturrates, Houcine El Abbadi, wird dieser Gesamtbetrag von 48 Millionen DH, der auf drei Jahre (2015-2017) verteilt ist, jeder betroffenen Familie eine finanzielle Unterstützung von 40.000 DH als Hilfe für den Erwerb einer wirtschaftlichen Wohnung zu moderaten Kosten ermöglichen. Eine Kommission für die Durchführung der Umsiedlungsoperation der Familien wird gebildet.
Sie wird unter dem Vorsitz des Wali der Region Fès-Meknès und Gouverneur der Präfektur Fès stehen, unter Einbeziehung der Vertreter der lokalen Behörden und der Regionaldirektion für Wohnungsbau von Fès-Boulemane. Im gleichen Sinne genehmigte die Präfekturversammlung die Übertragung eines Kredits von 3 Millionen DH, um die Gewährung von „direkten Hilfen“ an betroffene Haushalte zu aktivieren, deren baufällige Wohnungen kürzlich im Viertel Aïn Nokbi infolge von Unwettern eingestürzt sind. Andererseits verabschiedete der Rat ein Partnerschaftsabkommen mit der Präfektur der regionalen Sicherheit von Fès, wonach ihr ein Zuschuss von 1 Million DH für den Erwerb von Transportmitteln, Informatikmaterial sowie Überwachungskameras und zur Kontrolle des Straßenverkehrs gewährt wird.
Mit dem Beitrag der Stadtgemeinde Fès (6 Millionen DH) und des Rates der Region Fès-Meknès (8 Millionen DH) wird die regionale Sicherheit somit 15 Millionen DH für die Stärkung ihrer Mittel zur Kriminalitätsbekämpfung erhalten, so der Präsident der Präfekturversammlung. Schließlich, um den städtischen und ökologischen Raum sowie die Schönheit der Stadt und der Gemeinden, die zur Präfektur Fès gehören, zu verbessern, ermöglicht ein mit der Delegation der Nationalen Förderung von Fès unterzeichnetes Partnerschaftsabkommen dem Präfekturrat nun, letzterer logistische und finanzielle Unterstützung zu leisten. So werden Nutzfahrzeuge und eine monatliche Kraftstoffzuwendung von 15.000 DH der genannten Delegation zugewiesen, insbesondere für das Beschneiden von Straßenbäumen, das Jäten, das Ausbaggern von Oueds und Verschönerungsarbeiten. Die Präfekturversammlung verabschiedete zudem die Programmierung des Haushaltsüberschusses für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von fast 2,6 Millionen DH für die Renovierung und Instandhaltung des Sitzes des Präfekturrates und dessen Ausstattung mit Informatik- und Büroausstattung, die Instandhaltung des berühmten Platzes „Jnane Sbil“ und die Durchführung von Studien für die lokale Entwicklung.

