Der Monat Ramadan verleiht der Stadt Mohammedia eine besondere Resonanz und Anziehungskraft. Die Bewohner, die sich freuen, diesen Monat der Frömmigkeit willkommen zu heißen, erleben einen neuen täglichen Rhythmus. „Die Gewohnheiten ändern sich in dieser Stadt, in der das Moderne mit dem Traditionellen koexistiert“, bestätigt ein Bewohner von Mohammedia. Die Tatsache, dass diese kleine Stadt eine Bevölkerung aus verschiedenen Regionen des Königreichs beherbergt, verleiht ihr einen besonderen Aspekt in Bezug auf die Bräuche. Am Abend, beim Fastenbrechen, sitzen alle Familienmitglieder um einen Tisch und schaffen ein wahres Klima der Entspannung und Fröhlichkeit. Es ist einer der herzlichsten Momente, in denen sich Familien um marokkanische Gerichte und gastronomische Spezialitäten versammeln. „Datteln, Honig, Kaffee, Tee, Fisch, Eier, Suppe (Harira), Kuchen und marokkanische Spezialitäten (Chbakia, Mlaouis, Sellou...) sind immer auf unserem Tisch präsent, zusätzlich zu einem Fisch- oder Fleischgericht“, vertraut uns eine Mutter an. Laut Verantwortlichen der Stadt sind die Märkte von Mohammedia trotz der starken Nachfrage normal mit Grundnahrungsmitteln versorgt. Die Preise für Fisch, der in diesem Monat sehr gefragt ist, sind gestiegen, haben aber einige Stammkunden nicht abgeschreckt. Für einen besseren Verbraucherschutz haben die Kontrolldienste in diesem Monat keine Ruhe. Sie prüfen alles, was die globale Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen, Qualität, Lebensmittelhygiene usw. betrifft. Nach dem Fastenbrechen schauen einige Bewohner der Stadt fern, während andere sich nach dem „Taraouih“-Gebet in Cafés treffen. Sport ist eine der Hauptbeschäftigungen der Bewohner von Mohammedia während des Ramadan. Joggen, Gehen und Fußball sind sehr beliebt.
Darüber hinaus herrscht reges Treiben in der Kasbah und in der Nähe des Brunnens. „Die betroffenen Dienste“, betont dieser Student im Urlaub in Mohammedia, „müssen ihre Bemühungen darauf konzentrieren, mehr religiöse Aktivitäten wie Koran-Rezitationswettbewerbe, künstlerische, sportliche, kulturelle Abende usw. zu programmieren.“ Der Monat Ramadan ist auch eine ausgezeichnete Zeit, die uns neue Lektionen über das Leben erteilt und der sozialen Arbeit, die auf Freiwilligenarbeit und Solidarität basiert, eine neue Dynamik verleiht. In Mohammedia sind soziale Aktionen zu einer Tradition geworden, um die Werte der Ethik und der Unterstützung für Bedürftige zu fördern. Wohltätigkeitsorganisationen, Wohltäter und die Gemeinde arbeiten jeweils für sich, um den Ärmsten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Der Wunsch ist, dass die Wohltätigkeitsorganisationen Besuche im Krankenhaus, im Gefängnis, in der muslimischen Wohltätigkeitsgesellschaft und bei bedürftigen älteren Menschen planen, um das Gefühl der Solidarität gegenüber diesem oft vergessenen Teil der Bevölkerung zu stärken“, vertraut uns ein Vereinsakteur an. Der Kampf gegen Prekarität und Ausgrenzung findet in Mohammedia auch durch Sensibilisierungskampagnen für bestimmte Krankheiten statt. Der Ramadan bringt eine wirklich andere Note für die Bewohner von Mohammedia. Er vermischt sich mit dem Leben der Bürger und erinnert an die Bedeutung von Tradition und Religion.
Spirituelle Einkehr
Der Ramadan in Mohammedia ist auch ein Monat des Gebets und der Annäherung an Gott. Einige nutzen diese besondere Zeit, um in die Moschee zu gehen, um die „Tarawih“-Gebete zu verrichten. Millionen von Gläubigen jeden Alters strömen in die verschiedenen Moscheen dieser Stadt, um zu beten und innezuhalten.
Eine Atmosphäre der Selbstaufgabe und Unterwerfung stärkt während dieses Monats der Inbrunst, des Gebets und der Nächstenliebe das Gefühl der Solidarität und Brüderlichkeit unter den Muslimen. In den verschiedenen Moscheen wurden Vorkehrungen getroffen, um die Gläubigen willkommen zu heißen und ihnen zu ermöglichen, die Gebete unter guten Bedingungen zu verrichten.

