Während des Besuchs einer Delegation der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, die unter der Leitung ihres Vizepräsidenten Ekkehard Griep in Laâyoune eintraf, versuchten die Separatisten im Inneren, Zusammenstöße mit den Ordnungskräften in Laâyoune zu provozieren.
Wie bei der Ankunft jeder Delegation oder ausländischer Besucher hatten die Freunde von Aminatou Haïdar das Gerücht verbreitet, dass die deutschen Vereinsmitglieder Träger eines Preises seien, den sie ihrer Anführerin überreichen sollten. Das Ziel der Separatisten war es, Zwischenfälle mit der Polizei zu provozieren, um den ausländischen Besuchern vorzugaukeln, Opfer von Gewalt durch die Ordnungskräfte zu sein.
Das ging jedoch schief, da der Besuch der Deutschen andere Ziele verfolgte.
Die 1952 gegründete Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist eine Nichtregierungsorganisation, deren Ziele unter anderem darin bestehen, die deutsche Öffentlichkeit über die Institutionen, Aktivitäten und Ziele der UNO zu informieren und die Debatte über aktuelle internationale Fragen und Außenpolitiken anzuregen.
In diesem Rahmen landete diese Delegation in Laâyoune, wo sie vom Wali der Region empfangen wurde. Während ihres Aufenthalts in Laâyoune trafen die deutschen assoziativen Akteure die Freunde von Haïdar erst nach Arbeitssitzungen mit ihrem Landsmann, dem Chef der MINURSO, Wolfgang Weber, und dann mit Vertretern unionistischer Vereinigungen. Auf diese Treffen folgte ein weiteres mit dem Wali und dem Direktor des Regionalen Investitionszentrums, der ihnen einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Region und die im Bereich der Infrastruktur und Entwicklung erzielten Errungenschaften gab.
Die Mitglieder dieser Delegation besuchten auch den Hafen, die Industrieanlagen, die Meerwasserentsalzungsanlagen und andere wirtschaftliche Zentren der Stadt sowie den Sitz des Regionalfernsehens. Nach all diesen Aktivitäten trafen die Deutschen die Vertreter von Haïdar und hörten sie an.
Am Ende dieses vollen und abwechslungsreichen Programms betonte Ekkehard Griep, dass die Stadt Laâyoune eine beispielhafte Entwicklung erlebe und er nichts festgestellt habe, was beweise, dass es sich um eine Stadt handele, die sich in einem Ausnahmezustand befinde.
Nachrichten 20 May 2013 2 Min. Lesezeit
Eine Delegation der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Laâyoune

