Ein Hubschrauber der Königlichen Luftstreitkräfte (FRA) vom Typ Puma mit elf Personen an Bord ist vor der Küste von Sidi Ifni ins Meer gestürzt, wobei neun Menschen ums Leben kamen und zwei schwer verletzt wurden. Acht der Opfer starben sofort, ein neuntes erlag seinen Verletzungen beim Transport ins Krankenhaus von Guelmim.
Der Absturz ereignete sich während militärischer Trainingsmanöver, die die Königliche Armee üblicherweise in dieser Region durchführte. Alle Opfer sind Militärangehörige, mit Ausnahme eines Mitglieds der Königlichen Gendarmerie, das dort neu eingesetzt worden war.
In dieser stark militarisierten Region sind Unfälle dieser Art häufig. Bereits im vergangenen April kamen bei gemeinsamen Manövern der US Navy und der Königlichen Streitkräfte zwei amerikanische Soldaten beim Absturz ihres Hubschraubers beim Start vom Cap Draa ums Leben. Drei weitere US-Soldaten wurden bei diesem Drama verletzt.
Noch viel dramatischer war in dieser Region der Absturz eines Militärflugzeugs (C130 H), das die Verbindungen Agadir, Laâyoune und Dakhla bediente, mit neun Besatzungsmitgliedern, sechzig Militärpassagieren sowie zwölf Zivilisten an Bord, das sein Ziel nie erreichte und etwa zehn Kilometer von der Landebahn des FAR-Stützpunkts in Guelmim entfernt abstürzte. Der Absturz wurde damals auf schlechte Wetterbedingungen und vor allem auf den dichten Nebel zurückgeführt, der die Region bedeckte.
Seit fast drei Jahren erlebt unsere Armee verschiedene Missgeschicke dieser Art, die mehr oder weniger dramatisch sind. Im Januar 2010 kam in Meknès ein höherer Offizier beim Absturz des F5-Jets, den er steuerte, ums Leben. Einen Monat zuvor kamen fünf Mitglieder der Gendarmerie ums Leben, als der Hubschrauber ihres Korps abstürzte, und die Liste ist lang. Es ist hier unnötig, all diese Dramen durch die verschiedenen Abstürze von Militärflugzeugen, die sich hier und da ereigneten, aufzuzählen, aber man bedauert jedoch die ewige Leier von: „Eine Untersuchung läuft, um die Ursachen zu bestimmen...“. Es wäre für unsere „große Stumme“ besser gewesen, sich etwas von diesem Etikett zu lösen und uns einige Informationen zukommen zu lassen. So sehr die Opfer Militärangehörige waren, waren sie vor allem unsere Mitbürger. Seit Mittwoch, als sich dieses Drama ereignete, ist keine Mitteilung erschienen, um es zu untermauern.
Nachrichten 16 Nov 2012 2 Min. Lesezeit
Acht Militärangehörige und ein Gendarm kommen ums Leben: Ein Puma der FRA stürzt vor der Küste von Sidi Ifni ab

