Marrakesch – Die Teilnehmer eines runden Tisches, der am Samstag in der Roten Stadt im Rahmen der dritten Ausgabe des Festivals für afrikanische Literatur in Marrakesch organisiert wurde, beleuchteten die grundlegende Rolle der Poesie als Zufluchtsort für die Seele und Inspirationsquelle.
Dichter und Schriftsteller tauschten ihre Gedanken über die Kraft des Genres Poesie aus, bei dem Worte Grenzen überschreiten und Herzen berühren. Sie feierten das Gedicht nicht nur als Kunst, sondern auch als Lebensquelle und Raum der Freiheit, in dem sich Gefühle und universelle Werte kreuzen.
Ananda Devi, die Schriftstellerin aus Mauritius, betonte, dass Poesie ein Zufluchtsort und eine Quelle des Trostes sei, die in der Lage sei, neuen Atem zu verleihen, und unterstrich die Fähigkeit dieses literarischen Genres, tiefe und universelle Wahrheiten zu enthüllen.
Nachdem sie die Poesie des berühmten palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish zitiert hatte, wies die Schriftstellerin darauf hin, dass Poesie, wie Musik, Flügel verleiht und ein Mittel darstellt, um den Mut zu stärken und Grenzen zu überschreiten.
Der kamerunische Dichter Marc Alexandre Oho Bambe betonte seinerseits, dass Poesie eine Leidenschaft und eine Notwendigkeit sei, die die Seele nähre, und unterstrich die Bedeutung des Lesens, um Welten zu entdecken, die reich an Bedeutung sind.
Er wies darauf hin, dass „Poesie eine Stimme und ein Weg ist“, und betonte, dass der poetische Ausdruck dabei helfe, „in einer Phase mit sich selbst zu leben“. Er hob auch die Macht der Poesie als Mittel des persönlichen Ausdrucks und der inneren Kommunikation hervor.
Die marokkanische Künstlerin und Dichterin Rim Battal betonte ihrerseits, dass Poesie ein Mittel sei, um Werte zu vermitteln und Momente der Schönheit zu teilen, und wies darauf hin, dass sie es ermögliche, Gefühle und Gedanken auszudrücken.
Sie hob auch die Rolle der Frauen als Musen für Dichter hervor und betrachtete, dass Frauen Inspirationsquellen durch ihre Stärke und Erfahrung verankern, um die Poesie mit ihrer Präsenz, ihrer Stimme und ihrem einzigartigen Blick auf die Welt zu bereichern.
Andererseits betonte der marokkanische Schriftsteller Kebir Mustapha Ammi, dass Dichter für ihn immer grundlegende Stimmen darstellten. Er erklärte, dass er sich immer von der Poesie inspirieren lasse und in den Worten eine Quelle der Inspiration und des Nachdenkens finde.
Er drückte auch seine große Wertschätzung für Dichter aus und erinnerte in diesem Zusammenhang an prominente Namen wie Arthur Rimbaud, Aimé Césaire, Léopold Sédar Senghor und René Char, deren Werke seine literarische Sensibilität und seine Sicht auf die Welt tief beeinflusst haben.
Das Festival für afrikanische Literatur in Marrakesch, das vom Verein „Wir sind Kunst Afrika“ (We Art africains) bis zum 2. Februar organisiert wird, zielt darauf ab, die afrikanische Literatur und Kultur zu feiern.
Diese kulturelle Veranstaltung, die zu einem besonderen kulturellen Ereignis geworden ist, zielt darauf ab, zum kulturellen und künstlerischen Einfluss in Afrika beizutragen, indem der Reichtum seiner Literatur und Künste hervorgehoben wird.

