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Gesundheit 07 Mar 2016 3 Min. Lesezeit

Wissenschaftliches Treffen zum Thema Lungenkrebs

Wissenschaftliches Treffen zum Thema Lungenkrebs

Das fünfte Kolloquium für Thorax-Onkologie fand kürzlich in Marrakesch unter der Teilnahme von Onkologen, Strahlentherapeuten, Thoraxchirurgen und Pneumologen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland statt.

Dieses wissenschaftliche Treffen, das von der Studiengruppe für Thorax-Onkologie (GERCAT) organisiert wurde, konzentrierte sich auf Lungenkrebs und insbesondere auf die tatsächlichen Auswirkungen der elektronischen Zigarette sowie auf Neuheiten in der Strahlentherapie bei der Behandlung von Bronchialkrebs. Vier praktische Workshops, die von renommierten Experten geleitet wurden und sich mit Anatomopathologie, Onkologie, Radiologie und Lungentransplantation befassten, füllten das Programm dieser Veranstaltung, die auch zu einer Debatte über die Rolle der Pneumologen bei multidisziplinären Konsultationstreffen zur diagnostischen oder therapeutischen Entscheidungsfindung führte. Die Erkenntnis aus den Debatten war, dass Lungenkrebs, der zu 90 % auf Zigaretten zurückzuführen ist und die häufigste Todesursache bleibt, nicht mehr nur Männer betrifft, da er heute immer schädlichere Auswirkungen auf die weibliche Bevölkerung hat. Die entscheidende Rolle der Immuntherapie bei der Krebsbehandlung wurde ebenfalls hervorgehoben. Es handelt sich um eine Revolution in der Behandlung von Lungenkrebs, da alle Ergebnisse laut den Referenten ihre Überlegenheit gegenüber der Standard-Chemotherapie bestätigen.

Die Frage der Kontroverse um die elektronische Zigarette nahm ebenfalls einen zentralen Platz in den Debatten ein. In diesem Sinne wurde das Sammelwerk „Le cancer broncho-pulmonaire non à petites cellules : connaissances et pratique“ vorgestellt, das vom Präsidenten der Marokkanischen Gesellschaft für Onkologie, Prof. Ali Tahiri, koordiniert wurde.

In besagtem Werk geht Prof. Tahiri auf die schädlichen Mechanismen des aktiven wie passiven Rauchens auf den Organismus ein und unterstreicht die Gefährlichkeit der elektronischen Zigarette, basierend auf zahlreichen Studien renommierter Institutionen in den USA, Europa und Japan sowie der Weltgesundheitsorganisation. Dieses Buch, das das Ergebnis einer kollektiven Arbeit von 33 renommierten Onkologen, 25 Marokkanern und 8 Franzosen ist, zieht eine Bilanz der aktuellen Erkenntnisse und Perspektiven in der Onkologie, indem es insbesondere Innovationen bei der Behandlung von Lungenkrebs einbringt, vertraute Prof. Tahiri der Zeitung „Le Matin“ an. Herausgegeben von einem renommierten französischen Verlag, wurde das Werk in einer Auflage von 1.500 Exemplaren gedruckt, die sowohl im Maghreb als auch in Frankreich kostenlos verteilt werden, fügte er hinzu und merkte an, dass die elektronische Zigarette schädlich sei und gefährlicher als Tabak sein könnte. Lungenkrebs ist weltweit am weitesten verbreitet und seine Ätiologie ist eng mit dem Rauchen verbunden. Im Maghreb erfolgt die Diagnose oft in einem fortgeschrittenen Stadium und weniger als ein Drittel der Patienten kann noch von einer Exzisionschirurgie profitieren, die Überlebenschancen bietet, wenn Lungenkrebs früh diagnostiziert und fachgerecht behandelt wird.

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