Und das aus gutem Grund: Das Ministerium hat seine Versprechen nicht gehalten. Die betroffenen Fachleute erklären, sie hätten die Vertreter des zuständigen Ministeriums kontaktiert, die ihrerseits versprochen hatten, offiziell bei Online-Reisebüros (OTA) wie „Booking.com“ oder „Expedia“ zu intervenieren, um Unterkünfte, die nicht von Marokko zugelassen sind, von ihren Internetseiten zu entfernen. „Trotz der zahlreichen Nachfragen des Verbandes hat das Ministerium bis heute keine offizielle Benachrichtigung an diese Internetportale gesendet.
Heute sind alle informellen touristischen Beherbergungsbetriebe im Internet präsent und üben unlauteren Wettbewerb aus“, geben die Mitglieder des Verbandes der Gästehäuser von Marrakesch in diesem Sinne an.
Und sie fügen hinzu: „Nicht einzugreifen, um dieser Präsenz auf den Portalen ein Ende zu setzen, stellt einen wahren Segen für illegale Unterkünfte dar, die frei gedeihen können. Es ist an der Zeit, solchen Praktiken einen wirklichen Riegel vorzuschieben. Die klassifizierten Gästehäuser bitten das Ministerium lediglich, von den OTAs zu verlangen, dass sie das marokkanische Gesetz respektieren, indem sie auf ihren Seiten nur zugelassene Betriebe präsentieren“.
Die Manager der Gästehäuser geben an, dass die Förderung informeller Beherbergungsbetriebe alle schwächt, die ihre Unterkunft völlig legal vermarkten. „Es wäre schade, wenn sich der informelle Sektor weiterentwickelt, und noch mehr, wenn klassifizierte Unterkünfte schließen, um dann in einer nicht deklarierten Form wieder zu öffnen. Die Wirtschaft darf nicht vom Legalen ins Informelle abgleiten, eine solche Entwicklung muss unbedingt vermieden werden“, beklagen die Mitglieder des Verbandes, die in dieser Sache von den Fachleuten aus Fès, Ouarzazate und Rabat unterstützt werden.

