Der Verein „Mawarid“ für Umwelt und Energie organisiert an diesem Sonntag einen „autofreien Tag“ in Marrakesch, um den Einheimischen eine frische Brise zu gönnen und einen Beitrag zu einem Marokko zu leisten, das sich als umweltbewusst versteht.
Die Ockerstadt erstickt unter der Last eines Fahrzeugparks, der nach neuesten Schätzungen rund 150.000 Fahrzeuge umfasst, dazu kommen fast 200.000 motorisierte Zweiräder, 85.000 Fahrräder, 3.500 Taxis, 200 Busse, 150 Kutschen und 1.500 Karren.
„Die anhaltende Umweltverschmutzung in Marrakesch zwingt uns heute dazu, andere Transportmittel in Betracht zu ziehen, die die Verschmutzung begrenzen und die Umgebungsluft von den giftigen Gasen reinigen würden, die wir jeden Tag einatmen“. Diese Formel stammt von den Aktivisten des Vereins „Mawarid“, die nicht versäumen zu betonen, dass „das Fahrrad mittlerweile eine angemessene ökologische und wirtschaftliche Alternative für die Stadt Marrakesch darstellt, eine Praxis, die übrigens schon seit langem Teil der lokalen Kultur ist“.
Um das Fahrradfahren in Marrakesch für eine gesündere und weniger verschmutzte Luft wieder zu etablieren und auch im Rahmen seiner Politik der effektiven Beteiligung an der Nationalen Charta für Umwelt und nachhaltige Entwicklung organisiert der Verein am Sonntag, den 12. April, die fünfte Ausgabe der „Ökologischen Fahrradtour“, genannt „autofreier Tag“, unter dem Motto „Anders bewegen“. Diese Initiative zielt darauf ab, das kollektive Bewusstsein für den Umweltschutz zu fördern und so ein ökologisches und nicht verschmutzendes Fortbewegungsmittel wie das Fahrrad zu etablieren. Dieser öko-bürgerliche Ansatz zielt auch darauf ab, die Notwendigkeit zu betonen, gegen die durch das wachsende Verkehrsaufkommen im städtischen Umfeld verursachten Belästigungen vorzugehen und die Lebensqualität in Marrakesch zu verbessern. Es ist eine Gelegenheit für Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel, den städtischen Raum für einen Tag zurückzuerobern.
Die Organisatoren fordern die Einwohner von Marrakesch auf, zum Erfolg dieser Initiative beizutragen, die die Ockerstadt zu einer der großen Fahrradmetropolen der Welt machen könnte, wie Amsterdam oder Kopenhagen. Zumal die Begeisterung für Zweiräder in Marrakesch ungebrochen ist und das Fahrrad nach wie vor der unbestrittene Star der Stadt bleibt, die übrigens die größte Anzahl an Fahrrädern im Königreich beherbergt.
Stark motiviert durch diesen Antrieb plant der Verein, moderne und originelle Techniken einzusetzen, um einen großen Teil der lokalen Bevölkerung zu mobilisieren, deren Beteiligung von entscheidender Bedeutung ist. Er möchte auch alle notwendigen Mittel einsetzen, um dieses Projekt erfolgreich durchzuführen und diese Veranstaltung zu einem Beispiel zu machen, das im ganzen Königreich nachgeahmt werden kann. Um die gesetzten Ziele zu erreichen und die ökologischen Interessen des Landes zu schützen, plant „Mawarid“, alternative Lösungen zu präsentieren und die Vision des Umweltschutzes durch Bildung, Sensibilisierung und Lernen zu vermitteln. Übrigens ist der für dieses Wochenende geplante autofreie Tag die zweite Operation dieser Art nach der am 8. Juni 2014 organisierten.

