Der „Japan Club“ der Nationalen Schule für Angewandte Wissenschaften von Marrakesch (ENSAM) organisierte am vergangenen Wochenende die 4. Ausgabe des Japan-Tages. Diese Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA) initiiert wurde, steht im Rahmen der Konsolidierung der Kooperationsbeziehungen zwischen Marokko und dem Land der aufgehenden Sonne. Diese Veranstaltung hat zum Ziel, den marokkanischen Studenten die verschiedenen Facetten und den Reichtum der japanischen Kultur näherzubringen sowie ein Klima des Austauschs zwischen marokkanischen Otakus und etwa zwanzig Japanern zu schaffen, die im Rahmen des Freiwilligenprogramms der JICA in Marokko eingesetzt sind.
Der Tag war geprägt von verschiedenen und abwechslungsreichen Aktivitäten, darunter eine Videoprojektion über das Leben in Japan, eine Präsentation von Gärten und Bonsais, Karate- und Judo-Demonstrationen sowie eine neuartige Modenschau, bei der japanische Freiwillige Kaftane trugen und Marokkanerinnen in japanischen Yukatas gekleidet waren.
Auf dem Programm standen auch Videospiel- und Verkaufsstände, die von den Organisationen „Otaku Shop“ und „Manga-Afternoon“ aufgebaut wurden, Quizfragen zur japanischen Kultur, Verkostungen japanischer Speisen, die Projektion eines Animationsfilms und die traditionelle japanische Teezeremonie, die eine Einladung an alle ist, einen mystischen und gelassenen Moment zu teilen.
Das Programm umfasste auch Workshops zu Karaoke, Origami und dem Erlernen der japanischen Sprache. Während dieses Tages, der auch durch musikalische Zwischenspiele der Gruppe Myabi bereichert wurde, wurden dem Publikum Erklärungen insbesondere zu Studien- und Arbeitsmöglichkeiten im Land der aufgehenden Sonne präsentiert.
Das seit 1967 in Marokko gestartete Freiwilligenprogramm der JICA ist eine Form der Zusammenarbeit im Dienste der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Im Rahmen dieses Programms wurden seitdem 1.000 japanische Freiwillige, die auf verschiedene Sektoren spezialisiert sind, nach Marokko entsandt. Heute arbeiten etwa 52 Freiwillige vor Ort, insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Entwicklung ländlicher Gemeinschaften und Berufsbildung. Die Eröffnungszeremonie dieser kulturellen Veranstaltung fand unter anderem im Beisein eines Vertreters der japanischen Botschaft in Marokko, des ansässigen Vertreters der JICA im Königreich und des Präsidenten der Universität Cadi Ayyad von Marrakesch statt.

