Marrakesch empfängt vom 30. April bis 04. Mai die 5. Ausgabe des internationalen Kolloquiums über den Thurifer-Wacholder, das von der Fakultät für Wissenschaften Semlalia, der Universität Cadi Ayyad, der Universität Hassan II und der Fakultät für Wissenschaften Ben Msik sowie dem Hohen Kommissariat für Wasser und Wälder und den Kampf gegen die Wüstenbildung organisiert wird. Die Wälder des Thurifer-Wacholders, die sich in den Höhen zwischen 1.700 und 3.400 m des Hohen Atlas sowie im Mittleren Atlas befinden, bilden ein außergewöhnliches Waldökosystem (HCEFLCD). Der Baum hält extremen klimatischen Bedingungen und skelettartigen Böden stand und gilt als die obere Grenze der Vegetation in den Hochgebirgen. Trotz der Bedeutung dieses Ökosystems ist es weiterhin Praktiken wie dem Holzeinschlag zum Heizen und der Überweidung ausgesetzt, die die Kapazitäten dieser Wälder übersteigen und somit ein irreversibles ökologisches Ungleichgewicht herbeiführen. „Zu diesem Zweck hat das Hohe Kommissariat einen räumlichen Ansatz für die Umstrukturierung dieses Ökosystems angenommen, indem es unter anderem die natürliche Regeneration in diesen schwer zugänglichen Berggebieten fördert“, erklärt das HCEFLCD. Und es fügt hinzu: „Das Hohe Kommissariat investiert in die wissenschaftliche Forschung, um die ökologischen und umweltbezogenen Kenntnisse dieses Ökosystems zu vertiefen, zusätzlich zu Forschungsarbeiten zur Bewertung der Fortpflanzungskapazität des Thurifer-Wacholders unter Berücksichtigung des Klimawandels“. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden genutzt, um die Erhaltungsmaßnahmen dieses Naturerbes der Hochgebirge anzupassen.
Nachrichten 30 Apr 2014 2 Min. Lesezeit
Der Thurifer-Wacholder im Zentrum der Debatten
Das Hohe Kommissariat für Wasser und Wälder und den Kampf gegen die Wüstenbildung hat einen räumlichen Ansatz für die Umstrukturierung dieses Ökosystems angenommen.

