Marrakesch war Ende der vergangenen Woche Gastgeber des 4. Folgetreffens der Tokio-Konferenz über die Entwicklung Afrikas (TICAD), an dem Vertreter von mehr als 50 afrikanischen Ländern, internationalen und regionalen Organisationen sowie der Zivilgesellschaft teilnahmen.
Mit dem Ziel, die Umsetzung des Aktionsplans von Yokohama 2008 zu bewerten, das aktuelle Wirtschaftswachstum in Afrika zu untersuchen sowie Frieden, gute Regierungsführung und Klimawandel zu festigen, legte das Treffen, das gemeinsam von Saâd Dine El Otmani, Minister für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit, und seinem japanischen Amtskollegen Koichiro Gemba geleitet wurde, den Schwerpunkt auf die Bemühungen von Ländern wie Marokko bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Kontinents. Dies geschah sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene mit Hilfe und Unterstützung von Partnern wie Japan. Es wurden jedoch auch einige Übel angesprochen, die noch immer einige Regionen des afrikanischen Kontinents plagen, insbesondere bewaffnete Konflikte, die das Leben von Tausenden von Menschen gefährden, ganz zu schweigen von den Verlusten, die der Wirtschaft der Region erheblich schaden.
Diese Konflikte wirken sich meist negativ auf die betroffenen Regionen aus und begünstigen den Drogen- und Waffenhandel, Terrorismus, das Auftreten von Krankheiten und andere Plagen.
Am Ende der zweitägigen Beratungen gaben die Teilnehmer einige Empfehlungen ab, die an die Rolle erinnern, die Japan und die TICAD im Allgemeinen bei der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) spielen müssen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeit und Stärkung der Rolle der Frau.
Alle Länder und ihre internationalen Partner wurden zudem aufgefordert, die Arbeit zur Erreichung der MDGs zu beschleunigen. Die Teilnehmer riefen außerdem zur Schaffung einer ständigen Struktur auf, die ein „globales Follow-up“ des TICAD-Mechanismus mit einem Hauptsitz in Japan durchführt, sowie zur Gründung eines TICAD-Instituts für Klimawandel in Südafrika, eines weiteren für menschliche Sicherheit in Uganda, eines dritten für menschliche Entwicklung in Marokko und eines letzten für Ernährungssicherheit in Benin.
Schließlich forderten die Teilnehmer Marokko auf, zur Afrikanischen Union zurückzukehren und weiterhin seine Rolle bei der Süd-Süd-Kooperation zu spielen.
Nachrichten 08 May 2012 2 Min. Lesezeit
Viertes TICAD-Folgetreffen in Marrakesch: Eine bessere Zukunft für den afrikanischen Kontinent

