Die marokkanische Forschung in den Managementwissenschaften stand im Mittelpunkt der Debatten während eines Kolloquiums, das von der ENCG in Kénitra organisiert wurde.
Die École Nationale de Commerce et de Gestion (ENCG) in Kénitra hat kürzlich die erste Ausgabe der Internationalen Tage zur Forschung in den Managementwissenschaften unter dem Thema „Marokkanische Forschung in den Managementwissenschaften: Bilanz und Perspektiven“ veranstaltet.
Laut den Organisatoren war die Wahl des Themas durch die Seltenheit von Studien und Forschungen zu Managementwissenschaften an marokkanischen Universitäten motiviert. Um einen Forschungsbereich zu fördern, der sich noch in den Anfängen befindet, lud die ENCG Kénitra Forscher und Experten ein, die die Bedeutung der Managementwissenschaften für die Entwicklung von Unternehmen sowie deren wirtschaftlichem und sozialem Umfeld hervorhoben.
Sadouk Khazrouni, Direktor der ENCG Kénitra, betonte, dass die Qualität der Teilnehmer – Experten und Studenten – einen fruchtbaren Austausch zugunsten der wissenschaftlichen Forschung in den Managementwissenschaften garantiere. Er wies zudem auf die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Förderung der Forschung und der wirtschaftlichen sowie unternehmerischen Entwicklung hin. Azeddine El Midaoui, Präsident der Universität Ibn Tofaïl, erklärte, dass die Organisation solcher Treffen den Reifegrad der ENCG Kénitra widerspiegele. Eine junge Schule, so betonte er, die sich an die Entwicklungen in der Welt der Forschung und Lehre angepasst habe. Er hob die verschiedenen akademischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen hervor, die von dieser Einrichtung organisiert wurden und dazu beigetragen haben, die Debatte innerhalb der marokkanischen Universität zu bereichern.
„Neben ihrer klassischen Funktion der Ausbildung und der Verankerung von Werten wie Bürgersinn und Universalismus ist die moderne Universität dazu aufgerufen, wissenschaftliche Forschung zu entwickeln, um die Herausforderungen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zu meistern“, erklärte er und nannte als Beispiel China, das fast 200 Milliarden Euro in die wissenschaftliche Forschung investiert. Er betonte, dass sich die Größe einer Zivilisation an ihrem wissenschaftlichen, kognitiven, technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt messe. Es sei daran erinnert, dass das wissenschaftliche Komitee dieser Tage fünf Hauptthemen festlegte: Marketing und strategisches Management, Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsprüfung, Personalmanagement, Organisationsmanagement sowie Kommunikation und Gebietsverwaltung. Einige Experten erinnerten daran, dass die Managementwissenschaften darauf abzielen, das Funktionieren von Organisationen zu beschreiben, zu verstehen und zu erklären.
Die Forschung in den Managementwissenschaften ist in großen Disziplinen organisiert (Marketing, Personalmanagement, Finanzen, Strategie, Produktionsmanagement, Informationssysteme...).

