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Über die Mohammedia

Mohammédia (arabisch: المحمدية, Transkription: Al-Mohammadiya), früher Fédala genannt, ist eine Stadt in Marokko...

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Nachrichten 13 Jun 2012 4 Min. Lesezeit

Eine Stadt, die ihre Erbes-Reichtümer verschleudert

Das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Urbanisierung haben die Stadt Mohammedia verändert und ihr authentisches Aussehen beeinträchtigt. Einige Gebäude der Stadt und alte Kunstwerke von historischem und architektonischem Interesse wurden vergessen und nicht saniert, um das Zugehörigkeitsgefühl der Bewohner zu ihrer Stadt zu stärken und ihr Erbe mit ihrer Entwicklung zu verbinden.
Eine Stadt, die ihre Erbes-Reichtümer verschleudert

Die aktuelle Situation einiger alter Gebäude und Denkmäler fordert die betroffenen Dienste auf, sich stärker zu engagieren, um Mohammedia mit seiner Geschichte zu versöhnen, indem seine Erbes-Reichtümer aufgewertet werden, die seine Originalität und Stärke ausmachen. Die Bewahrung des reichen Erbes der Küstenstadt muss den Bewohnern, den Besuchern und den Stätten selbst zugutekommen. Daher die Notwendigkeit konkreter Aktionen zur Aufwertung der Reichtümer der Stadt. Das Ziel ist die Nachhaltigkeit des Gedächtnisses der Stadt. Angesichts der Verschlechterung der Erbes-Reichtümer und in einem Geist der Verantwortung müssen die Akteure der Stadt die Bürgerkarte für die Ausstrahlung von Mohammedia und die Bewahrung seiner emblematischen Gebäude spielen. Der alte Wasserturm von Mohammedia im Viertel Belle Vue wurde von Eduardo Torroga y Miret entworfen. Dieses Denkmal, das die Stadt überragt, wurde 1956 in Betrieb genommen, um die Wohnungen mit Wasser zu versorgen. Der hyperbolisch geformte Tank des Reservoirs hat einen Durchmesser von 40 Metern an der Spitze und 18 Metern an der Basis mit einer Kapazität von 3.500 m3. Dieses Reservoir in Form einer sphärischen Kuppel und eine Abdeckplatte mit Doppelkuppel ist seit 1990 außer Betrieb. Es wurde keine Aktion für die Sanierung dieses Erbes geplant, das den Launen der Zeit ausgesetzt bleibt.

Eine angepasste Sanierung

Das Casino von Fedala, eine weitere Verbindung zur Geschichte, die sich ständig verschlechtert, ein emblematisches Gebäude, das 1933 aus Holz gebaut und dann zweimal 1960 und 1970 renoviert wurde, Werk des Architekten Albert Planque, Autor vieler alter Gebäude in Mohammedia, das alte Casino hatte viele künstlerische Veranstaltungen beherbergt und große Namen des marokkanischen, arabischen, englischen, französischen und amerikanischen Gesangs sind dort aufgetreten. Eine angepasste Sanierung, betont dieser Sänger und Komponist, würde diesem Gebäude eine Dimension und Größe zurückgeben. Ich verstehe nicht, warum Mohammedia mit all seiner ruhmreichen Vergangenheit und seinen enormen Potenzialen seine Erbes-Reichtümer verschleudert. Das alte Casino könnte ein prächtiger Kongresspalast werden, warum nicht? Was fehlt, ist der Wille, wo ein Wille ist, sagt man, ist ein Weg. Ganz in der Nähe des Casinos, das Miramar, ein weiterer mythischer Ort, der 1928 erbaut wurde, beschäftigte 156 Personen, zog Besucher aus der ganzen Welt an und war für seine Küche, seinen Empfang und seine Dienstleistungen bekannt. Es wurde ebenfalls 1995 geschlossen. Mohammedia verfügt über viele alte Viertel, die durch die beschleunigte Urbanisierung bedroht sind, insbesondere die Fischersiedlung, die Wohnungen im Art-Déco-Stil, Diour Lakram, Diour Nicolas, Diour Butagaz, Diour la Falaise. Diese Überreste der Epoche benötigen besondere Aufmerksamkeit, um sie zu bewahren und vor der Gier der Spekulanten zu schützen, von denen einige gut gelegene Orte für Immobilienprojekte auf Kosten der Bewahrung des Gedächtnisses der Stadt in Beschlag genommen haben. Das prächtige Anwesen namens „Palais Murat“, das im Viertel La Colline liegt, wurde 1929 von Prinz Charles Murat und seiner Frau Prinzessin Stuyvesant in einem arabisch-maurischen Stil erbaut, eine weitere Verbindung zur Geschichte, die zu verschwinden droht. Die von den Portugiesen erbaute Brücke und die Blondin-Brücke wurden zerstört und durch neue Brücken ersetzt, die widerstandsfähiger gegen den Druck des aktuellen Autobahnverkehrs sind. Die Ziegelei von Fedala, eine der ersten Firmen der Stadt, wurde 1912 gegründet, spezialisiert auf die Herstellung von Ziegeln und Fliesen aus dem Ton des Oued El Maleh, und wurde vor vielen Jahren geschlossen. Der alte Bahnhof von Mohammedia, der 1930 erbaut wurde, wurde, obwohl er zweimal renoviert wurde, abgerissen. Die Logik hätte verlangt, dass man eine Erweiterung vornimmt und nicht den Abriss eines Erbes.

So viele Erbes-Reichtümer zu retten, was einer Stadt, die sich bemüht, ihre Geschichte, ihr Gedächtnis und ihre Identität zu bewahren, eine Atempause verschaffen wird.


Für die Bewahrung des lebendigen Gedächtnisses

Angesichts der Veränderungen sind die öffentlichen Behörden, die gewählten Vertreter, die Verbände und die Universität gefordert, ihre Rolle voll zu spielen, nämlich aktiv an der Bewahrung der alten Gebäude und Bauwerke in Verfall teilzunehmen. Dieses Erbe ist das Vermächtnis der Zeit, es ist sein lebendiges Gedächtnis, die Bewahrung dieses Gedächtnisses erfolgt durch die Sanierung dieser geschichtsträchtigen Orte, eine Sanierung, die dieses Erbe nicht ignorieren darf.

Orientierungspunkte

-* Bestandsaufnahme der alten Gebäude.

-* Einbeziehung der Verbände und Architekten in die Sanierung des Erbes.

-* Ausarbeitung einer analytischen Studie der alten Strukturen von Mohammedia.

-* Partnerschaft mit nationalen und ausländischen Organisationen.

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