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Laâyoune (arabisch: العيون [Al ʿAīūn], El Aaiún oder El-Ayoun, wörtlich „die Augen“ oder „die Quellen“) ist...

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Nachrichten 28 Dec 2011 4 Min. Lesezeit

Landwirtschaftsmesse von Laâyoune: Förderung einer solidarischen Landwirtschaft

Landwirtschaftsmesse von Laâyoune: Förderung einer solidarischen Landwirtschaft

Die erste Ausgabe der Landwirtschaftsmesse von Laâyoune endete am Sonntag, den 25. Dezember. Die vom 22. bis 25. Dezember von der regionalen Landwirtschaftsdirektion in Partnerschaft mit den gewählten Räten der Region sowie den Provinzen Tarfaya und Boujdour organisierte Landwirtschaftsmesse von Laâyoune zielte darauf ab, das Potenzial der Region durch Treffen und Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Agrarsektoren auf regionaler Ebene hervorzuheben. Zu den von den Organisatoren dieser Veranstaltung gesetzten Zielen gehört die Förderung der solidarischen Landwirtschaft in der Region durch die Ausstellung verschiedener Tierrassen (Dromedare, Rinder, kleine Wiederkäuer und Geflügel) sowie landwirtschaftlicher Produkte, insbesondere Kamelmilch und deren Derivate sowie verschiedene lokale Produkte.

Auf einer Fläche von 500 m2 konnten die Teilnehmer ihre Produkte an 40 Ständen präsentieren. Ein weiterer Bereich beherbergte Exemplare von Dromedaren, Milchkühen, Ziegen und Schafen, die friedlich neben Hühner- oder Kaninchenkäfigen grasten. Um das Bild abzurunden, standen zwei schöne Stuten in einem eigens dafür errichteten Gehege.

Während die Ausstellerinnen und Aussteller – wobei die Frauen in der Überzahl waren – versuchten, die Besucher von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen, fanden im Kongresspalast Konferenzen statt, die von Professoren des Hassan-II.-Instituts für Landwirtschaft aus Rabat geleitet wurden.

Auf diese Konferenzen folgten Debatten über die Probleme, mit denen die Züchter der Region konfrontiert sind. Dieses Treffen endete mit Empfehlungen der Referenten und Beschwerden der Landwirte.

Zu den Empfehlungen gehören jene von Professor Noureddine Ben Kerroum, der während seines Vortrags vom Dromedar als „Lokomotive der Wüste“ sprach. Er betonte die lebenswichtige Rolle, die es seit jeher für die Gemeinschaften in ariden und semiariden Gebieten spielt. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Züchter zu Praktiken zu führen, die es ihnen ermöglichen, die Qualität und Quantität ihrer Produktion zu verbessern und die Derivate von Kamelmilch und -fleisch durch Konservierung und Verarbeitung zu diversifizieren.

Er betonte, dass es zur Erzielung solcher Ergebnisse unerlässlich sei, die Zuchtbetriebe zu modernisieren. Dies impliziere, so erklärte er, die Wertschöpfung der Produkte und die Diversifizierung der Rassen durch die Auswahl von Zuchthengsten.

Herr Ben Kerroum unterstrich die Bedeutung dieses Reichtums, der modern genutzt werden müsse und dem man durch die Annahme des „Plan Maroc Vert“ als angemessenen und anreizenden Rahmen für die Organisation und Verbesserung des Kamelsektors unter Wahrung traditioneller Praktiken volle Aufmerksamkeit schenken müsse. Es sei darauf hingewiesen, dass ein spezifischer Plan für die Dromedarzucht in diesem Plan enthalten ist. Er betonte die Notwendigkeit, der hygienischen Qualität der aus dem Dromedar gewonnenen Lebensmittelprodukte größte Aufmerksamkeit zu schenken.

Zu den vom Referenten hervorgehobenen Punkten gehörte auch der Bereich der Investitionen. Diese Investitionen, die bisher ausschließlich vom Staat getätigt wurden, müssten für den Privatsektor geöffnet werden, betonte er.

Am Rande der Ausstellung traf Libé Frau Fatiha Lakri, eine Teilnehmerin, die den Verein der Freunde des Nationalparks Akhneifiss vertritt. Dieser Verein vereint Dutzende von Ziegenzüchterinnen, die lokale Butter herstellen. Er versorgt diese Frauen mit Futter und tierärztlicher Unterstützung und kauft ihre Produktion auf, um sie zu vermarkten.

Frau Lakri begrüßt diese Ausstellung, die es ihnen ermöglicht habe, einen großen Teil ihrer Produktion zu verkaufen und Kontakte zu potenziellen Käufern ihrer Produkte zu knüpfen, bei denen es sich im Wesentlichen um lokale Erzeugnisse handelt.

Aufruf zur Entwicklung der Viehzucht

Die Teilnehmer eines am Sonntag in Laâyoune abgehaltenen Kolloquiums zum Thema „Die aktuelle Situation und die Entwicklungsperspektiven des Agrarsektors in der Region Laâyoune-Boujdour-Sakia El Hamra“ forderten die Schaffung eines Labors für veterinärmedizinische Analysen und Forschung zur gesundheitlichen Betreuung in den Bereichen Schaf- und Geflügelzucht.

Sie unterstrichen zudem die Notwendigkeit der Einrichtung einer Produktionseinheit für konzentrierten Dünger und von Sammelstellen für Kamelmilch, die Einführung moderner Stilltechniken sowie die Vereinfachung von Verfahren.

Für den Geflügelsektor sprachen die Redner insbesondere die Problematik des Grundbesitzes an, die den Bau neuer Produktionseinheiten für Geflügelfleisch behindert, sowie die Vereinfachung der Verfahren zur Kreditbeschaffung.

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