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Nachrichten 07 Jun 2012 3 Min. Lesezeit

Tourismus und Klimawandel in Marokko und im Mittelmeerraum: Eine globale Herausforderung, lokale Lösungen

Tourismus und Klimawandel in Marokko und im Mittelmeerraum: Eine globale Herausforderung, lokale Lösungen

Unter der Schirmherrschaft des Tourismusministeriums organisieren das Netzwerk für ländliche Tourismusentwicklung im Süden Marokkos (RDTR), die Universität Ibn Zohr von Agadir und die Ecolodge Atlas Kasbah am 8. und 9. Juni in Agadir eine internationale Konferenz mit dem Thema: „Tourismus und Klimawandel in Marokko und im Mittelmeerraum: eine globale Herausforderung, lokale Lösungen“. Dieses Treffen, das sich über zwei Tage erstreckt, wird Konferenzen und Austauschforen zwischen Wissenschaftlern, Institutionen und Akteuren des Tourismus umfassen.

Diese Konferenz-Forum findet im Rahmen eines lokalen Willens statt, die Suche nach Lösungen im Herzen der Problematik Tourismus und Klimawandel zu entwickeln. Tatsächlich konnten die aktuellen Forschungen Feststellungen hervorheben, aber nur wenige konkrete Lösungen konnten operationalisiert werden, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Perspektive zu oft global und nicht lokal ist. Zu diesem Zweck schlägt die Konferenz-Forum von Agadir vor, auf diese Problematik zu antworten, indem sie praktische und an die verschiedenen touristischen Kontexte anpassbare Lösungsansätze liefert. Marokko ist ein interessanter Fall für Studien, angesichts seiner großen geografischen Vielfalt (Küste, Gebirge, Oasen, Wüste,...) und der Anfälligkeit seiner Ökosysteme.

Die Ziele dieser Konferenz-Forum sind daher zu verstehen, auszutauschen und zu handeln, denn die Tourismusindustrie muss sich im Rahmen eines nachhaltigen Ansatzes in einer so anfälligen Region wie dem Mittelmeerraum, und insbesondere im Königreich Marokko, weiterentwickeln. Es wird also darum gehen, Mittel zur Anpassung der Reiseziele und der Akteure des Tourismus zu finden, oder sogar Lösungen, die auf die Minderung der Auswirkungen des Tourismus auf den Klimawandel und des Klimawandels auf den Tourismus abzielen. Ergänzend werden die Möglichkeiten zum Austausch von Ideen, bewährten Verfahren und Initiativen genutzt.

Zur Erinnerung: Der Tourismus ist für etwa 5% der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, was 4,6% der globalen Erwärmung entspricht. Natürlich ist der Verkehrssektor der umweltschädlichste, da er 75% der dem Tourismus zuzurechnenden Treibhausgasemissionen ausmacht, insbesondere der Flugverkehr. Der Hotelsektor stößt seinerseits fast 20% der Emissionen des Sektors aus, aufgrund von Klimaanlagen, Heizung, Wartung... Laut der Welttourismusorganisation könnte der Anstieg der Reisendenströme die Treibhausgasemissionen in den nächsten drei Jahrzehnten um 150% erhöhen. Daher muss schnell gehandelt werden durch konkrete Maßnahmen wie beispielsweise die Implementierung eines Umweltmanagements.

Seit dem Start der Vision 2010 hat das marokkanische Tourismusministerium auch das Hotel- und Tourismus-Umweltmanagement bevorzugt. Die Vision 2020 hat diesen Willen verstärkt, indem sie die nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt dieser Strategie gestellt hat. Trotz des geringen Willens der marokkanischen Tourismus- und Hotelunternehmen, diese Art von Ansatz zu unternehmen, geht der Trend zum Wandel, da das Ministerium die Einsparungen, die das Unternehmen in diesem Rahmen erzielt, hervorheben konnte und minimale und kostengünstige Änderungen befürwortet hat, um den Prozess des Umdenkens zu beginnen. In diesem Kontext hat es sich daher für das Umweltmanagement und insbesondere die Energieeffizienz entschieden.

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