„Die Qualifizierung der regionalen Presse, Bestandsaufnahme und Perspektiven“ ist das Thema eines wissenschaftlichen Kolloquiums, das am Freitag in Oujda von der Regionaldirektion des Kommunikationsministeriums anlässlich des Nationalen Tages der Zivilgesellschaft organisiert wurde.
Die Teilnehmer dieses Treffens, das in Partnerschaft mit der Ecole supérieure des technologies d'Oujda (ESTO) organisiert wurde, betonten, dass die regionale Presse ein strukturierendes Mittel der Demokratie und ein Werkzeug ist, das es ermöglicht, sich den Anliegen der Bürger zu nähern.
Die Leiterin des Dienstes für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Direktion, Badiaa Khaddad, betonte, dass dieses Treffen darauf abzielt, die Neuerungen im Zusammenhang mit der regionalen Presse zu untersuchen und zu debattieren, wobei sie feststellte, dass sich die regionalen Akteure seit den 1970er Jahren einen Platz in der Medienlandschaft erarbeitet haben, indem sie eine entscheidende Rolle bei der Sammlung und Übermittlung von lokalen Informationen spielten.
Der Regionaldirektor des Kommunikationsministeriums für die Region Oriental, Jamal Salhi, betonte seinerseits, dass die Abhaltung solcher Treffen darauf abzielt, Fragen anzugehen, die die Finanzierungsmittel der lokalen Presse, die Beziehung zwischen der Presse und den lokalen Behörden oder auch die Art des Medienunternehmens betreffen.
Mit der Perspektive, eine gemeinsame und globale Medienstrategie unter Beteiligung der wirtschaftlichen, medialen, assoziativen und akademischen Akteure der Region aufzustellen, hat die Regionaldirektion einen Fahrplan erstellt, der sich um die Ausbildung, die Begleitung von Medienunternehmen und audiovisuellem Fachpersonal, die Unterstützung der institutionellen Kommunikation, die Stärkung der Forschungs- und Studienkapazitäten sowie die Erstellung regelmäßiger Berichte über das Image Marokkos in der regionalen Presse dreht.
Der Universitätsprofessor Benyounes Marzouki betonte seinerseits, dass die Stärkung der Kompetenzen der regionalen Presse nun eine dringende Notwendigkeit darstellt, die die Bereitstellung ausreichender Mittel erfordert, damit sie die ihr obliegende Rolle übernehmen kann, und plädierte für die Annahme eines fairen rechtlichen Arsenals sowie die Entwicklung des Publikations- und Vertriebssystems.
Der Professor für Rechts- und Politikwissenschaften an der ESTO, Zahr Dine Taibi, betonte seinerseits, dass die Entwicklung der regionalen Presse von ihrem Engagement als Bürgerpresse abhängt, die den demokratischen und institutionellen Prozess des Landes stärkt.
Zahr Dine Taibi gab auch einen Überblick über den Stand der regionalen Presse, die mit einer Reihe von organisatorischen Problemen konfrontiert ist, neben Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Fehlen öffentlicher Unterstützung, unzureichender Werbung, mangelhaftem Vertrieb, fehlenden Druckereien, dem Fehlen eines Ausbildungsprogramms und dem Rückgang der Leserschaft.

