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Kultur 25 Mar 2015 3 Min. Lesezeit

Die Palette von Omar Berrada lädt sich bei Nadar ein

Die Palette von Omar Berrada lädt sich bei Nadar ein

Bis zum 25. April beherbergt die Galerie Nadar in Casablanca eine einzigartige Ausstellung der neuen Gemälde- und Skulpturensammlung von Omar Berrada. Unter dem Titel «Murmuration» bietet diese Ausstellung, deren Vernissage heute Abend ab 19 Uhr stattfindet, die Früchte der Reise des Künstlers in ein einzigartiges Universum, das von Vögeln bevölkert ist.

Eine etwas besondere Welt investiert somit diesen Ausstellungsraum, der bereits renommierte bildende Künstler aus Marokko und anderswo beherbergt hat.

Heute empfängt er einen Künstler mit einer doppelten Berufung: Schreiben und bildende Kunst. Letztere kamen nicht aus dem Nichts, denn Omar Berrada wuchs auf, während er sich bei seinem Onkel, einem Illuminator und Kalligraphen, von Kunst ernährte, der ihn ermutigte, auf Kartons die Bilder der Straße und die Wesen, die sie bewohnen, in länglichen und deformierten Formen zu zeichnen.

Dieselbe Leidenschaft begleitete ihn während seiner Jugend an der Seite seines Zeichenlehrers Abdelkebir Rabii, der ihn in die bildende Kunst und die Handhabung der Pinsel einführte. Dies geschah, während er der Literatur einen privilegierten Platz einräumte. Zwei Wege, die seinen Geist ergriffen und es ihm ermöglichten, sowohl durch das Schreiben als auch durch die bildende Kunst seine Träume und tiefsten Reflexionen zu externalisieren.

Seine Gefühle werden somit zunächst auf Leinwand und Papier und später auf Metall in Form von Skulpturen ausgebreitet. «Murmuration» (auf Englisch), das heißt «Starenflug», spiegelt perfekt die Gesamtheit der Kreationen dieser Ausstellung von Vögeln wider, die in die eine und dann in die andere Richtung wirbeln», erklärt der Künstler. Er fügt hinzu, dass es, um seinen Vögeln mehr Seele zu verleihen, «neben den Gemälden und Skulpturen eine Installation von Vogelstimmen geben wird, um dieses Phänomen wie in der Realität zu erleben».

Es ist eine Thematik, die wie seine vorherigen für Omar Berrada eine Fortsetzung seines Schreibens darstellt, wo er seine Charaktere spontan in ihrem Erlebten enthüllt.

Übrigens bedeuten Bild oder Schreiben für ihn fast dasselbe. Auch wenn die Malerei bei Omar Berrada das Schreiben überwiegt, wurde er für den zweiten Literaturpreis der Mamounia von Marrakesch mit seinem ersten Roman «L’Encensoir» (Editions la Croisée des Chemins) im Rahmen des Internationalen Salons für Edition und Buch (SIEL) nominiert.

Weitere Schriften folgten, insbesondere sein letzter Roman «Vol de goélands», der auf dem SIEL 2015 vorgestellt wurde. Der französische Schriftsteller Jean-Pierre Millecam liebt die Natürlichkeit, mit der er sich in seinen Geschichten ausdrückt.

«Omar schreibt ungefähr so, wie er spricht. Und da es nicht die geringste Vulgarität in seiner Konversation gibt, ist das Thema, selbst wenn er eine vulgäre Materie verfolgt, niemals vulgär. Er schildert mit Talent, das mit Humor gewürzt ist, den Alltag von Charakteren in großer Armut. Er erzählt ihre Leiden mit ihren Worten. Eine offene Sprache, ohne unanständig zu sein, und daher weniger schwer für den Leser. Eine realistische Beschreibung, ein subtiles Vokabular, das mit Subtilität ein Bild zeichnet, das unserer Gesellschaft zum Verwechseln ähnlich sieht», bemerkt Jean-Pierre Millecam dazu.

Bunte Bilder, wie er sie übrigens in seinen Gemälden und Skulpturen erschafft.

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