Meknès, auf Zentralatlas-Tamazight als Ameknas bekannt, ist eine bedeutende Stadt im Norden Marokkos. Mit einer Bevölkerung von über 550.000 Einwohnern (Stand 2024) fungiert sie als ein wichtiges kulturelles und historisches Zentrum in der Region Fès-Meknès. Als eine der vier Königsstädte Marokkos – neben Fès, Rabat und Marrakesch – blickt Meknès auf eine bewegte Vergangenheit zurück, die bis heute das Stadtbild prägt.
Der Name der Stadt leitet sich vom Berberstamm der Miknasa ab, der das Gebiet ursprünglich besiedelte. Ihre größte Blütezeit erlebte die Stadt unter der Herrschaft von Mulai Ismail, der Meknès zu seiner Hauptstadt machte und sie mit monumentalen Bauwerken ausstattete. Aufgrund dieser außergewöhnlichen historischen Bedeutung wurde die gesamte Altstadt (Medina) zusammen mit der Ville impériale von Mulai Ismail im Jahr 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Meknès liegt strategisch günstig am Fuße des Mittleren Atlasgebirges. Diese geografische Lage sorgt für eine abwechslungsreiche Umgebung, die sowohl von der fruchtbaren Ebene als auch von der Nähe zu den Gebirgsausläufern profitiert. Die Stadt dient als wichtiger Knotenpunkt in der Region Fès-Meknès und bietet durch ihre Lage ein angenehmes Klima, das sich deutlich von den heißeren Wüstenregionen im Süden unterscheidet.
Für Reisende bietet Meknès eine faszinierende Mischung aus imperialer Architektur und dem geschäftigen Treiben einer modernen marokkanischen Stadt. Die Medina ist das Herzstück des touristischen Interesses, wo Besucher durch verwinkelte Gassen schlendern und die traditionelle Handwerkskunst entdecken können. Die Ville impériale zeugt von der architektonischen Ambition vergangener Herrscher und lädt dazu ein, die monumentalen Tore und Palastanlagen zu erkunden.
Meknès ist ein Ziel für Reisende, die das authentische Marokko abseits der extremen Touristenströme suchen und tief in die Geschichte der Alawiden-Dynastie eintauchen möchten.