Die Stadt Khouribga steht ganz im Zeichen des afrikanischen Kinos: Am Samstagabend fiel im Kulturzentrum der Stadt der Startschuss für die 18. Ausgabe des Afrikanischen Filmfestivals von Khouribga (FCAK), die mit der Vorführung des Films „Le Mandat“ des senegalesischen Filmemachers Ousmène Sambène eröffnet wurde.
Unter der Schirmherrschaft Seiner Majestät König Mohammed VI. stehend, bleibt die 18. Ausgabe des FCAK der Tradition und dem Geist dieser für afrikanische Filmemacher unverzichtbaren Veranstaltung treu und versteht sich als Plattform, um die Verbindungen zwischen den Männern und Frauen der nationalen siebten Kunst und ihren Kollegen vom Kontinent weiter zu stärken.
Getreu seinem Motto bietet dieses cineastische und kulturelle Ereignis par excellence, das von der Stiftung des Afrikanischen Filmfestivals von Khouribga vom 12. bis 19. September veranstaltet wird, eine Bühne für die neuesten Produktionen und Kreationen des afrikanischen Kinos, die sich mittlerweile sowohl auf Festivals als auch in den Kinosälen international behaupten.
Bei der Eröffnungszeremonie betonte der Präsident der Stiftung, Noureddine Sail, dass diese Ausgabe durch einen „neuen Aufbruch“ und eine „neue Vision“ geprägt sein werde, wobei Kontinuität und Widerstand die Leitworte seien.
Ihm zufolge ist das Kino eine Ausdrucksform, die die afrikanischen Länder entwickeln müssen, wobei er bedauerte, dass sie „in Sachen Kinematografie noch nicht wirklich existieren“.
Noureddine Sail hob bei dieser Gelegenheit hervor, dass sich Marokko auf afrikanischer Ebene als Modell etabliert habe, und bekräftigte, dass es Seiner Majestät dem König gelungen sei, Marokko stärker in Afrika zu verankern, als es das Königreich jemals zuvor war.
Der Botschafter des Senegal in Rabat, Amadou Sow, dessen Land Ehrengast dieser Ausgabe ist, freute sich in seiner Rede über diese Ehrung, die, wie er betonte, die exzellenten Beziehungen zwischen den beiden Bruderländern festige.
Die bilateralen Beziehungen würden sich unter der aufgeklärten Führung Seiner Majestät König Mohammed VI. und des senegalesischen Präsidenten auf allen Ebenen stetig weiterentwickeln und stärken, unterstrich Amadou Sow.
Die Eröffnungszeremonie, die von Darbietungen einer senegalesischen Folkloregruppe begleitet wurde, war geprägt von der Überreichung der Festivaltrophäe an den Generaldelegierten des Panafrikanischen Filmfestivals von Ouagadougou (Fespaco), Michel Ouedraogo.
Bei dieser Gelegenheit wurden die 14 afrikanischen Filme, die um den „Prix Ousmane Sembène“ konkurrieren, während des Abends vorgestellt, an dem zahlreiche nationale und internationale Ehrengäste, Filmkritiker sowie Vertreter nationaler und ausländischer Print- und audiovisueller Medien teilnahmen.
Neben Marokko vertreten diese Spielfilme 12 Länder, namentlich den Senegal, Kamerun, die Elfenbeinküste, Tunesien, Algerien, Guinea-Conakry, Burkina Faso, Äthiopien, Mali, den Niger, Mauretanien und Ägypten.
Es handelt sich um die marokkanischen Filme „L'écharpe Rouge“ von Mohammed Lyounsi und „L'orchestre des Aveugles“ von Mohamed Mouftakir, „El Ziara (Lune Noire)“ von Nawfel Saheb-Ettaba (Tunesien), „Claire/L'enfant de l'amour“ von Mary-Noél Niba (Kamerun), „J'ai 50 ans“ von Djamel Azizi (Algerien) und „Morbayassa-Le Serment de Koumba“ von Cheikh Fantamady Camara (Guinea-Conakry).
Die Filme „L'œil du Cyclone“ des Regisseurs Sékou Traoré (Burkina Faso), „Timbuktu“ von Abderrahmane Sissako (Mauretanien), „Prix de l'Amour“ von Hermon Hailay (Äthiopien), „Cairo's Time“ von Amir Ramssis (Ägypten), „Les Etoiles“ von Dyana Gaye (Senegal), „Render To Ceaser“ von Desmond Ovbiagele (Niger), „Rapt A Bamako“ von Cheick Oumar Sissoko (Mali) und „Braquage à l'Africaine“ von Owell Brown (Elfenbeinküste) sind ebenfalls Teil des Wettbewerbs.
Auch die Jury, die über die Wettbewerbsfilme entscheiden wird, wurde vorgestellt. Unter dem Vorsitz des französischen Produzenten, Drehbuchautors und Regisseurs Jacques Dorfmann besteht die Jury aus sieben Mitgliedern aus Marokko, den USA, Kanada, Südafrika und Ägypten.
Darüber hinaus bietet die diesjährige Ausgabe ein ebenso reichhaltiges wie abwechslungsreiches Programm, das unter anderem die Vorführung der Filme im offiziellen Wettbewerb um den „Prix Ousmane Sembène“, den „Prix Mohamed Bastaoui“ für die beste männliche Hauptrolle – als Hommage an den verstorbenen marokkanischen Schauspieler – sowie den Parallelpreis „Cinephilia-Don Quichotte“ umfasst.
Auch das weibliche filmische Genie kommt nicht zu kurz, denn das Festival bietet eine Gelegenheit, die herausragende Präsenz der afrikanischen Frau in der siebten Kunst hervorzuheben. Aus diesem Grund wird diese Ausgabe die Teilnahme von drei Regisseurinnen aus Kamerun, dem Senegal und Äthiopien sehen.
Auf dem Programm steht zudem eine Konferenz zum Thema „Welchen Nutzen haben afrikanische Filmfestivals?“, die von einer Vielzahl renommierter Vertreter afrikanischer Filmfestivals moderiert wird, darunter die „Carthage Film Days“, das Fespaco (Burkina Faso) und Vues d'Afrique (Kanada).
Während dieser 18. Ausgabe des FCAK werden zudem zahlreiche marokkanische und ausländische Filmemacher geehrt.

