Nachrichten
30 Dec 2011
3 Min. Lesezeit
Informelle Bauten fordern ein neues Opfer in El Jadida: Der Fluch von Sidi Bouzid
Laut mehreren Historikern ist Sidi Bouzid niemand anderes als Poseidon. In der griechischen Mythologie ist er der Gott der Meere und der tobenden Ozeane, der den Tod bringt und für Erdbeben verantwortlich ist. Um seinen Segen zu erhalten, bauten die Seeleute einst Tempel, in denen ihm Opfer dargebracht wurden. Jahrhunderte später und durch einen Zufall, dessen Geheimnisse nur die Linguistik entschlüsseln kann, erhielten diese Tempel den Namen Sidi Bouzid. Von Sidi Bouzid in Tunesien, wo sich der junge Bouâzizi am 17. Dezember 2010 selbst verbrannte, bis nach Sidi Bouzid in Marokko und genauer gesagt zum angrenzenden Douar Bahhara, wo sich am 27. Dezember 2011 ein weiterer junger Mann, Y.N., selbst verbrannte. Die Annäherung ist ziemlich erstaunlich, die Entfernung zwischen den beiden Sidi Bouzid ist signifikant, aber der soziale Abstand zwischen den beiden Opfern ist ebenso unbedeutend…
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