Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Verbreitung und Förderung der Kultur der Menschenrechte stand im Mittelpunkt eines Studientages, der am Samstag in Tanger auf Initiative der Marokkanischen Liga für die Verteidigung der Menschenrechte (LMDDH) organisiert wurde.
Dieses Treffen findet im Rahmen der Umsetzung eines Partnerschaftsabkommens statt, das im vergangenen Dezember zwischen dem Justiz- und Freiheitsministerium und der Liga unterzeichnet wurde und auf die Verteidigung und Förderung der Menschenrechte im Allgemeinen und die konkrete Anwendung dieser Rechte vor Ort im Besonderen abzielt, erklärte der Präsident der LMDDH, Abderrazak Boughanbour, bei dieser Gelegenheit gegenüber der MAP.
Nach diesem Studientag, den die Stadt an der Meerenge beherbergt, werden weitere ähnliche Treffen in Essaouira, Zagora und Fès sowie in den Südprovinzen stattfinden, mit dem Ziel, alle Organisationen der Zivilgesellschaft und die Provinzsektionen der Liga auf der Ebene der anderen Regionen des Königreichs von dieser Initiative profitieren zu lassen, betonte Herr Boughanbour.
Ihm zufolge zielt dieses Treffen darauf ab, alle Akteure der Zivilgesellschaft in die Formulierung von Vorschlägen und die Präsentation von Projekten einzubeziehen, die darauf abzielen, das demokratische Gebäude des Landes gemäß einem partizipativen Ansatz im Einklang mit den Bestimmungen der Verfassung von 2011 zu stärken, sowie die Kapazitäten der Aktivisten der LMDDH im Hinblick auf die Verfolgung der Entwicklung des Sektors und die Bewertung der öffentlichen Politik unter Berücksichtigung der Besonderheiten jeder Region zu entwickeln.
Es setzt sich auch zum Ziel, die Liga in alle Aktionen einzubeziehen, die im Bereich der Menschenrechte unternommen werden, um die erzielten Errungenschaften zu festigen und die Koordination und Komplementarität zwischen den verschiedenen Institutionen zu gewährleisten, die in diesem Bereich tätig sind, fügte er hinzu.
Auf dem Programm dieses Studientages, der unter dem Motto „Alle engagiert für die Verteidigung der Menschenrechte“ organisiert wurde, stehen vier Workshops, die von Mitgliedern der LMDDH, Akteuren im Bereich der Menschenrechte und Rechtsforschern geleitet werden.
Die Themen, die während dieser Workshops behandelt werden, sind „Das humanitäre Völkerrecht und seine Beziehung zum internationalen Menschenrechtsrecht“, „Die Komponenten der Zivilgesellschaft im Bereich der Menschenrechte“, „Die technischen und wissenschaftlichen Mechanismen der Sammlung, Überwachung und Kontrolle innerhalb der Sektionen der Liga“ und „Die menschenrechtlichen Ansätze zur Behandlung bestimmter lokaler Fragen“.
Nachrichten 09 Mar 2016 2 Min. Lesezeit
Akteure aus Verbänden bei einem Konklave in Tanger, um die Kultur der Menschenrechte zu verbreiten und zu fördern

