Mit Bedauern und viel Nostalgie erinnern sich die Einwohner von Mohammedia und diejenigen, die es gewohnt waren, die Stadt zu besuchen, an die schöne Zeit bestimmter Veranstaltungen, die der Stadt eine kulturelle Dimension verliehen und ihre vielfältigen Potenziale hervorgehoben hatten. Die Festivals für Laute, Kurzfilme, Kunsthandwerksausstellungen, das Musikfestival mit Fantasia, das Blumenfestival, die Estivales von Mohammedia, das internationale Festival von Mohammedia, der Tag der Umwelt usw. All das sind Veranstaltungen, die die Stadt nicht mehr organisieren kann.
„In diesem Jahr zeichnete sich die Küstenstadt durch die Seltenheit fiktiver Veranstaltungen aus, die ihr weder ihre Aura zurückgegeben noch ihr Image als Küstenstadt, Stadt der Blumen und des Urlaubs wiederhergestellt haben. Die in verschiedenen Städten des Königreichs organisierten Festivals sollten ein Beispiel für die betroffenen Dienste sein, die sich engagieren müssen, um die touristische Berufung einer ehrgeizigen Stadt zu bewahren, deren einziger Wille es ist, sich im Willen zur integrierten nachhaltigen Entwicklung auszudrücken“, betont ein Akteur aus dem Vereinswesen in Mohammedia. Er fügt hinzu, dass Festivals ein Ort der Reflexion, des Friedens und des Austauschs seien und nicht nur die Berufung hätten, Begegnungen sowie Gesangs- und Musikveranstaltungen zu fördern, sondern Orte des Dialogs seien, an denen sich Ideen, Gedanken und Talente treffen, was den Städten einen Sinn und eine Ausstrahlung verleiht. „Es ist seltsam, dass die Stadt Mohammedia der Kultur, der Kunst und der Animation den Rücken kehrt. Die Küstenstadt muss ihre Identität festigen und in der Lage sein, konkrete Ergebnisse aus wiederkehrenden Veranstaltungen zu erzielen, deren Abdruck langfristig positiv sein wird. Die Besucher, die Mohammedia für ihren Urlaub wählen, kommen nicht nur wegen der Sonne und des Meeres, sondern wegen etwas anderem: der Geschichte der Stadt, der Lebensweise ihrer Einwohner und ihrer Kultur“, betont ein Einwohner von Mohammedia. Anstatt zu unumgänglichen Treffpunkten zu werden, haben die verschiedenen von Mohammedia organisierten Festivals nicht lange Bestand gehabt und es kaum geschafft, das jahrhundertealte kulturelle und künstlerische Erbe der Stadt zu bewahren, um ihre Bekanntheit auf nationaler und internationaler Ebene zu steigern.
Einigen gut informierten Quellen zufolge ist es immer schwieriger, Finanzmittel für die Organisation von Festivals in Mohammedia zu finden. Andere sprechen von einem Mangel an Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen Diensten der Stadt und dem Kulturministerium. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass auch das Theaterfestival von Mohammedia dieses Jahr wegen mangelnder Koordination zwischen dem Kulturministerium und der Gemeinde fast nicht stattgefunden hätte. Letztere verbot den Zugang zum Theater Abderrahim Bouabid am Abend der Eröffnung des Festivals unter dem Vorwand, dass man ihre Genehmigung brauche und nicht die des Kulturministeriums. Nach mehreren Stunden Verhandlung und einem Eingreifen der Gouverneurin von Mohammedia begann das Festival mit einem Tag Verspätung. Man muss sagen, dass die Eröffnung dieses Theaters seit seinem Bau immer problematisch war. Trotz der Ernennung des Künstlers Hamid Basket zu dessen Leitung hat das Theater seine Türen noch immer nicht offiziell geöffnet. Es scheint, als hätte Mohammedia die Kultur in den Hintergrund gedrängt.
Die Erfahrung „Nawafid“
Die erste Ausgabe von „Nawafid“, dem Festival der maghrebinischen Kulturen, das vom 18. bis 22. Juni stattfand, hatte mehrere Ziele, insbesondere das kulturelle Potenzial von Mohammedia und seiner Region zu fördern und die Union durch eine effektive und dynamische Partnerschaft zu festigen. Trotz begrenzter Mittel und mangelnder Unterstützung fand das Festival statt. Doch eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. Die Stadt und ihre Potenziale sollten sich für den Fortbestand der Festivals einsetzen, damit sie die Einwohner um verbindende Projekte versammeln, die eine Stadt hervorheben, die sich bemüht, ihre Trümpfe aufzuwerten.

