In einer Stellungnahme, von der Libé eine Kopie erhalten hat, ziehen sich die Fischkonservenhersteller aus Laâyoune aus der UNICOP (Nationale Union der Fischkonservenindustrie) zurück und gründen ihren eigenen Verband unter dem Namen ANICOP (Nationaler Verband der Fischkonservenindustrie).
Dieser Verband mit Sitz in Laâyoune vereint die von der UNICOP abgespaltenen Unternehmen, deren Ziele er teilt, mit dem Unterschied, dass die ANICOP gegründet wurde, um die Interessen der Unternehmen aus Laâyoune zu verteidigen.
In der Stellungnahme präzisieren die Unterzeichner, dass der Fischkonservensektor etwa vierzig operative Produktionseinheiten umfasst, darunter ihre Gruppe, die sich von der UNICOP distanziert hat.
Diese Entscheidung, so die Stellungnahme, sei dadurch gerechtfertigt, dass die Gruppe der abtrünnigen Unternehmen die Art und Weise der Führung des für die UNICOP verantwortlichen Teams nicht teilt. Zudem, so das Dokument weiter, habe diese Gruppe, die aus 6 Unternehmen des Sektors besteht, die Gründung der ANICOP beschlossen.
Das Dokument stellt klar, dass die Vereinbarung vom 16. April 2012, die den Mitgliedsunternehmen der UNICOP für einen Zeitraum von 12 Monaten ein Kontingent von 100.000 Tonnen an Bord gefrorener kleiner pelagischer Fische gewährt, willkürlich sei. Sie hätte allen Fischkonservenunternehmen zugutekommen müssen und nicht nur denjenigen, die einem Berufsverband angehören, insbesondere da alle Unternehmen des Sektors den gleichen Bedarf an Rohstoffen haben und alle ihre Produktivität verbessern wollen.
Das Dokument gibt einen historischen Überblick über den Fischkonservensektor seit dem goldenen Zeitalter des Hafens von Safi, der der wichtigste Sardinenhafen der Welt war und vorrangig die in dieser Stadt ansässigen Industrieanlagen belieferte, bis hin zur Zeit der schrittweisen Abwanderung der Sardinen in den Süden Marokkos, wo die Häfen von Essaouira und Agadir die in diesen Städten ansässigen Industrien versorgten.
Die Unterzeichner verurteilen die Lobbyarbeit, die ihrer Meinung nach von der UNICOP betrieben wird und darauf abzielt, diesen logischen Trend umzukehren und nicht auf die in Laâyoune ansässigen Industrieanlagen anzuwenden, deren Gründung erhebliche Investitionen zu ihrer Modernisierung erforderte. Diese Einheiten laufen Gefahr, destabilisiert zu werden, was das wirtschaftliche Gleichgewicht der Südregion bedroht, die eine der höchsten Arbeitslosenquoten des Königreichs aufweist.
Die ANICOP fordert das zuständige Ministerium auf, die Interessen der gesamten Branche unparteiisch zu berücksichtigen und alle Verarbeitungsaktivitäten zu fördern, die sich in der Südzone entwickelt haben, aber von keinem besonderen Vorteil profitieren.
Nachrichten 13 Jun 2012 2 Min. Lesezeit
Fischereiindustrielle ziehen sich aus der UNICOP zurück und gründen ihren eigenen Verband

