Der Fall des Entführers von Khénifra hat nicht aufgehört, das Interesse und die Neugier der lokalen Öffentlichkeit zu wecken. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und es mangelt an Klarheit. Seit seiner Festnahme durch die Polizei am Sonntagabend konnte man immer noch nicht den Anklagepunkt dieses mysteriösen Entführers bestimmen, der versucht hat, den Schüler auf dem Platz Al Massira in Khénifra zu entführen. In letzter Sekunde und wie durch ein Wunder von vorbeikommenden Bürgern gerettet, soll das Kind immer noch traumatisiert von dem Ereignis sein. „Mein Sohn ist traumatisiert von diesem Fall und ich fordere Gerechtigkeit. Der Entführer muss bestraft werden und die Ermittlungen müssen weitergehen, um alle unglücklichen Kinder zu kennen, die vielleicht Opfer dieses Monsters geworden sind“, erklärte die Mutter des Opfers gegenüber „Libé“ per Telefon.
Der Angeklagte, der dem Staatsanwalt beim erstinstanzlichen Gericht vorgeführt wurde, ist über sechzig Jahre alt und gibt an, aus einer Stadt im Rif zu stammen. Laut Ermittlungsergebnissen behauptet der betreffende Mann, Krankenpfleger zu sein, aber Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen versicherten, dass er ein Abzeichen besaß, das ihn als Kinderarzt auswies. Laut denselben Quellen hat der Entführer alle Anschuldigungen bestritten. Er behauptet, er sei ein einfacher Wohltäter, der die Aufmerksamkeit des Kindes auf die Übel seiner Fettleibigkeit lenken wollte. Etwas, das die Ermittler natürlich nicht geglaubt haben. Was den Staatsanwalt laut unseren Quellen dazu veranlasste, diese mysteriöse Akte zur Ergänzung der Informationen und Vertiefung der Ermittlungen an die Polizei zurückzugeben.
Auch die Zivilgesellschaft ist auf den Plan getreten und man glaubt zu wissen, dass der Verein „Fass mein Kind nicht an“ versucht, die Mutter des Opfers zu kontaktieren, um sie zu unterstützen und dieses neue Verbrechen gegen die Kindheit zu verurteilen, zumal der Vater ein im Ausland arbeitender Arbeiter sein soll und erst in einer Woche ins Land zurückkehren würde. Zudem soll der Angeklagte seit 1989 geschieden und Vater von drei Kindern sein. Man erinnert sich, dass die Festnahme des betreffenden Individuums die Spannung in der Stadt beruhigt hatte. Jetzt ist die gesamte Aufmerksamkeit auf den Ausgang dieser Akte fokussiert.
Bei seiner Festnahme durch die Elemente der Kriminalpolizei wurden Medikamente und medizinisches Material im genannten Fahrzeug beschlagnahmt. Laut einigen Quellen soll die Polizei auch eine Blankwaffe und einen Säbel beschlagnahmt haben. Aber was mehr als einen fasziniert, ist die Art des medizinischen Materials, das an ein Netzwerk für den Handel mit menschlichen Organen denken lässt. Dies schließt die These der Pädophilie keineswegs aus. Was die Mutter bei ihrem Gespräch mit „Libé“ sagen ließ, dass die Polizei eine Hausdurchsuchung beim Entführer durchführen sollte, um diesen Fall aufzuklären. Zudem könnte das Umfeld des Angeklagten auch die Ermittler informieren und sie auf die richtige Spur und die wahren Motive dieses Entführungsversuchs bringen. Es bleibt zu präzisieren, dass der mysteriöse Entführer zum Zeitpunkt seiner Festnahme im Besitz einer großen Geldsumme war. Fortsetzung folgt!
Nachrichten 12 Apr 2012 3 Min. Lesezeit
Trotz der Festnahme des Hauptverdächtigen: Das Geheimnis des Entführers von Khénifra bleibt bestehen
Der Fall des Entführers von Khénifra hat nicht aufgehört, das Interesse und die Neugier der lokalen Öffentlichkeit zu wecken. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und es mangelt an Klarheit.

