Der Immobilienentwickler Abdelaziz Ouadii Sanhaji wurde am Mittwoch vom erstinstanzlichen Gericht in Kénitra wegen «fahrlässiger Tötung» im Fall des Einsturzes eines im Bau befindlichen Gebäudes namens Al Manal am 16. Januar 2008 in Kénitra, bei dem 18 Menschen starben und 25 verletzt wurden, zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt.
Abdelaziz Ouadii Sanhaji wurde zudem zu einer Geldstrafe von 20.000 DH wegen Nichtanmeldung von Arbeitnehmern bei der CNSS und zu einer weiteren von 100.000 DH wegen Nichteinhaltung der städtebaulichen Vorschriften und Sicherheitsregeln auf einer Baustelle verurteilt.
Nach diesem Urteil legte die Verteidigung Berufung ein.
Abdelaziz Ouadii Sanhaji war seit 2009 in diesem Fall, der damals für Schlagzeilen sorgte, auf freiem Fuß angeklagt. Sein Sohn, Fayçal Wadii Senhaji, war im selben Fall in erster Instanz zu 3 Jahren unbedingter Haft verurteilt worden, eine Strafe, die in der Berufung im Februar 2009 auf ein Jahr unbedingte Haft reduziert wurde.
Insgesamt wurden damals acht Personen, darunter der Leiter des Planungsbüros, der Bauleiter und der Architekt, in der Berufung zu Strafen zwischen einem Jahr auf Bewährung und 15 Monaten unbedingter Haft wegen «fahrlässiger Tötung», «fahrlässiger Körperverletzung» und «Nichteinhaltung der Städtebau- und Bauvorschriften» verurteilt.
Der vom Gericht angeordnete technische Gutachterbericht kam zu dem Schluss, dass das vier Hektar große Gelände, das für die Realisierung eines Wohn- und Geschäftskomplexes vorgesehen war, nicht für die Art des Projekts geeignet war und dass der Einsturz des Gebäudes nicht allein auf die Nichteinhaltung der Bauvorschriften zurückzuführen ist.
Nachrichten 21 Feb 2013 2 Min. Lesezeit
Einsturz des Gebäudes Al-Manal in Kénitra: Zwei Jahre unbedingte Haft für Abdelaziz Ouadii Sanhaji
Abdelaziz Ouadii Sanhaji wurde zudem zu einer Geldstrafe von 20.000 DH wegen Nichtanmeldung von Arbeitnehmern bei der CNSS und zu einer weiteren von 100.000 DH wegen Nichteinhaltung der städtebaulichen Vorschriften verurteilt...

