Ein Partnerschaftsabkommen, das insbesondere die Schaffung eines regionalen Aufnahmezentrums für Kinder vorsieht, die Opfer von sexueller und körperlicher Gewalt geworden sind, wurde am Dienstag in Kénitra zwischen der Akademie für Bildung und Ausbildung der Region Gharb-Chrarda-Beni-Hssen und dem Verein „Touche pas à mon enfant“ unterzeichnet.
Das Abkommen, das vom Direktor der Akademie, Abdellatif Youssoufi, und der Präsidentin des Vereins, Najat El Boukari Anwar, unterzeichnet wurde, umfasst insbesondere die Programmierung pädagogischer Aktivitäten, die Erziehung zur Kultur der Menschenrechte und die Schaffung eines regionalen Aufnahmezentrums für Kinder, die Opfer von Gewalt (sexuell und körperlich) geworden sind, sowie Mittel zur Nachsorge, Begleitung, Beratung und rechtlichen Orientierung.
Im Rahmen dieser Vereinbarung verpflichtet sich der Verein insbesondere dazu, regelmäßige Treffen zu Fragen der Kindheit zu organisieren, zu denen der Direktor der Akademie, die Provinzdelegierten des Bildungsministeriums und pädagogische Akteure eingeladen werden, Clubs für Schüler in Schulen und Colleges einzurichten sowie eine pädagogische Fachzeitschrift herauszugeben, die dazu dient, Kinderrechte bekannt zu machen und kreative Beiträge der Schüler der Region zu veröffentlichen.
Die Akademie ihrerseits soll Initiativen zur Verbesserung der Qualität von Bildung und Ausbildung in der Region fördern, die Aktivitäten des Vereins unterstützen und den Vertretern des Vereins Schulungen zugutekommen lassen, die von der Akademie initiiert wurden.
Das Abkommen sieht auch die Einrichtung einer gemeinsamen Kommission zur Überwachung der geplanten Aktivitäten und Projekte vor.
Bei dieser Gelegenheit schätzte Herr Youssoufi ein, dass die Schule dazu aufgerufen sei, sich der Zivilgesellschaft zu öffnen, um die Bürgerschule zu stärken, und schlug die Schaffung von kommunalen Kinderräten vor, um sie zur Partizipation zu erziehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich selbst vor Gefahren zu schützen.
Frau Najat Anwar ihrerseits schätzte ein, dass die Unterzeichnung dieses Abkommens eine Konkretisierung der Bestimmungen der neuen Verfassung darstellt, die die Akteure der Zivilgesellschaft zu einem Hauptpartner macht. Der Verein „Touche pas à mon enfant“, fügte sie hinzu, habe Schwierigkeiten, Zugang zu Bildungseinrichtungen zu erhalten, und dieses Abkommen werde es ihm ermöglichen, seine Rolle im Kampf gegen alle Formen der Kindesmisshandlung voll zu erfüllen.
Nachrichten 26 Dec 2012 2 Min. Lesezeit
Unterzeichnung eines Abkommens in Kénitra zur Schaffung eines Aufnahmezentrums für Kinder, die Opfer von Gewalt geworden sind

