Das Jahr 2014 wird definitiv eines der dunkelsten in der Geschichte des Fischerdorfes N'Teirift gewesen sein. Etwa sechzig Kilometer nördlich von Dakhla gelegen, wurde N'Teirift am 27. März von einem Brand heimgesucht, der mehr als 300 Baracken verwüstete. Heute ersticken die rund 3.000 Einwohner dieses Fischerdorfes. Wer kann sich ein Dorf mit mehr als 3.000 Seelen ohne Hygienedienst und ohne Müllabfuhr seit mehr als 5 Monaten vorstellen? Das letzte Mal, dass eine Art Müllabfuhr in diesem Dorf gesehen wurde, war zwei Tage nach dem Drama vom vergangenen März. In Wirklichkeit hatte die Abfuhr das betroffen, was die Flammen verschont hatten, mehr als den Müll, der hier und da in den verschiedenen Gassen verstreut war, die an das grenzten, was von den verbrannten Hütten übrig geblieben war. Das Fehlen der Abfuhr rechtfertigen einige mit dem Auslaufen des Vertrages mit einer Reinigungsfirma. Die neue beauftragte Firma erledigt gerade die zahlreichen administrativen Formalitäten, bevor sie die Arbeit wieder aufnimmt. Aber in der Zwischenzeit sind die Einwohner den üblen Gerüchen ausgesetzt, die von den Müllhaufen und anderen Fischresten ausgehen, die das Dorf und seine Umgebung verpesten. Ali, ein Einwohner des Dorfes, hat uns mitgeteilt, dass die Einwohner in Ermangelung jeglicher Maßnahmen zur Lösung dieses Problems seitens des Caïd und der lokalen gewählten Vertreter sich an die Wilaya gewandt haben, von der sie Hilfe erwarten. Sie, die hohe Steuern auf die Einnahmen ihrer Fänge zahlen, verstehen nicht, fügt Ali hinzu, dass die Behörden, die diese Steuern einziehen, nichts tun, um die Aufgabe der Müllabfuhr zu erfüllen, um die Gesundheit der Einwohner zu bewahren.
Nachrichten 06 Aug 2014 2 Min. Lesezeit
Ein düsteres Jahr für das Fischerdorf N'Teirift

