Das Gesundheitsministerium gab am Samstag die Entdeckung eines einzigen Leprafalls im psychiatrischen Krankenhaus von Tit Mellil bekannt, der vom Nationalen Zentrum für Leprologie in Casablanca-Aïn-Chok bestätigt wurde, wo der betroffene Patient am 5. September 2014 die notwendige Behandlung erhielt. Das Gesundheitsministerium erklärt in einer der MAP zugegangenen Mitteilung, dass nach dem Erscheinen eines Artikels in den Spalten einer nationalen Zeitung, der von der Entdeckung von sechs Leprafällen im psychiatrischen Krankenhaus von Tit Mellil berichtete, Untersuchungen durchgeführt und sechs Personen in das Nationale Zentrum für Leprologie in Casablanca-Aïn-Chok überstellt wurden, wobei präzisiert wurde, dass die klinische Diagnose zeigte, dass sie nicht an dieser Krankheit litten.
Das Ministerium erinnerte daran, dass Marokko diese Krankheit ausrotten konnte und dass nur wenige seltene Fälle jedes Jahr unter den armen Bevölkerungsschichten aus isolierten ländlichen Regionen registriert werden. Dank der seit Jahrzehnten unternommenen Anstrengungen ist diese Krankheit in Marokko kein Problem der öffentlichen Gesundheit mehr, da die Zahl der medizinisch betreuten Fälle von 1.036 Ende 1991 auf 37 Fälle Ende 2013 gesunken ist.
Die Mitteilung unterstreicht, dass der Kampf gegen Lepra trotz einer geringen Ausbreitungsrate dieser Krankheit eine Priorität für das Gesundheitsministerium darstellt, durch einen dezentralisierten Kampfmechanismus, der in das Basisgesundheitsnetz integriert ist. Das Zentrum von Casablanca-Aïn-Chok, das als nationale Referenzeinrichtung im Bereich der Bekämpfung dieser Krankheit gilt, verfügt über qualifizierte Fachkräfte, bestehend aus 3 Dermatologen und 13 technischen und pflegerischen Fachkräften.

