Die Marokkanische Agentur für Solarenergie hat den Bau von zwei Photovoltaikkraftwerken von jeweils etwa 100 MW in der Nähe der Stadt Lâayoune und Boujdour beschlossen.
Es ist ein echter Wettlauf gegen die Zeit, den Masen eingegangen ist, um den Zeitplan des Solarplans einzuhalten. Die Marokkanische Agentur für Solarenergie nutzt die Lernkurve, die das Projekt Noor Ouarzazate ermöglicht hat, baut ihre Kapazitäten aus und beschleunigt die Realisierung der anderen Standorte, die für die Entwicklung einer Mindestkapazität von 2.000 MW bis 2020 ausgewählt wurden. So greift Masen nach Ouarzazate, das sich im Bau befindet, Midelt und Tata, deren Start des Vergabeprozesses in Vorbereitung ist, die Projekte von Laâyoune und Boujdour an. Neben der Möglichkeit, zwei Photovoltaikkraftwerke von jeweils 50 MW in Laâyoune und Boujdour zu entwickeln (im Rahmen des Aufrufs zur Interessenbekundung Noor PVI, der letzte Woche gestartet wurde), hat Masen den Bau von zwei Produktionskraftwerken beschlossen, die dieselbe Technologie nutzen und eine Leistung von jeweils etwa 100 MW in der Nähe der Stadt Lâayoune (Gemeinde Dchira) und Boujdour (Landgemeinde Lamssid) haben. Eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (EIES) dieser beiden Projekte wird in Kürze eingeleitet. Eine Ausschreibung wurde zu diesem Zweck gerade gestartet.
In einer Erklärung gegenüber «Le Matin Éco» betonen die Verantwortlichen von Masen, dass sich diese Ausschreibung auf dieselben Standorte von Laâyoune und Boujdour bezieht. «Außer dass für die EIES der Umfang auf 100 MW an jedem der Standorte erweitert wurde, um eine mögliche Erweiterung oder Kapazitätserhöhung zu antizipieren», präzisieren sie. Die EIES der Standorte Laâyoune und Boujdour werden zwei Monate dauern. Der Vergabeprozess muss somit im Laufe dieses Jahres beginnen. Erinnern wir uns daran, dass der Solarkomplex von Ouarzazate, dessen teilweise Inbetriebnahme für Ende dieses Jahres geplant ist, mit einer Produktionskapazität von rund 580 MW ausgestattet sein wird. Die beiden Standorte Midelt und Tata werden jeweils eine Kapazität von etwa 500 MW haben. Wie Ouarzazate werden sie die beiden Technologien der Solarenergieproduktion nutzen, die sich weltweit stark entwickeln: Photovoltaik (PV) und Solarthermie (oder CSP: Concentrated Solar Power). Insgesamt plant Masen, mindestens 600 MW elektrische Produktionskapazität aus Photovoltaikquellen durch den Bau mittelgroßer Kraftwerke an den 5 vom Solarplan ausgewählten Standorten sicherzustellen. Die CSP-Technologie wird vor allem für die großen Kraftwerke in Ouarzazate, Midelt und Tata genutzt. Masen bestätigt die ursprünglich angekündigte Investition für die Entwicklung der fünf Standorte, d. h. 9 Milliarden Dollar bis 2020.

