Nach den tragischen Ereignissen, die die Region Béni Bouayach, Imzouren und Boukidarn in der vergangenen Woche erlebt hat, hat die Marokkanische Organisation für Menschenrechte (OMDH) eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie ihre volle Solidarität mit den Bewohnern dieser Region zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Bedeutung friedlicher Demonstrationen bekräftigt.
Was die letzten Demonstrationen betrifft, die im Rahmen der vom Mouvement du 20 février organisierten Märsche stattfanden, stellte die OMDH in ihrer Mitteilung fest, dass die Kadenz und die Formen des Protests seit dem 8. März crescendo verliefen. Sie registrierte diesbezüglich Sitzstreiks, die auf der Nationalstraße Nr. 2 zwischen Béni Bouayach und Taza sowie vor dem Pachalik von Béni Bouayach organisiert wurden.
Protestbewegungen, die zu Festnahmen von Demonstranten führten, von denen einige freigelassen wurden, während andere der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurden. Ohne zu vergessen, dass diese Ereignisse zu einem Grollen der Händler führten, deren Aktivitäten tiefgreifend beeinträchtigt wurden, liest man in der Mitteilung.
Die OMDH hat es nicht versäumt, das harte Eingreifen der Ordnungskräfte hervorzuheben, die in zahlreiche Häuser eindrangen und Wasserwerfer sowie Tränengasbomben einsetzten, um die Demonstranten zu zerstreuen. Da die Steinwürfe sowohl bei den Demonstranten als auch bei den Elementen der Ordnungskräfte Verletzungen verursachten.
Angesichts dieser dramatischen Ereignisse fordert das nationale Büro der OMDH, während es seine Solidarität mit den Bürgern dieser Region zum Ausdruck bringt, die Freilassung aller festgenommenen Personen und verurteilt alle Formen von Gewalt, die während dieser Demonstrationen verübt wurden.
Die OMDH fordert die Regierung auf, sich mit diesem Dossier zu befassen, um die strukturellen Probleme, unter denen die Region leidet, dringend zu lösen, unter Berücksichtigung einer globalen und integrierten Vision. Diese beruht einerseits auf der dringenden Behandlung der vorangegangenen Dossiers bezüglich der Verletzungen der Menschenrechte in der Region; und andererseits auf der Ausarbeitung eines regionalen Entwicklungsplans, der das Defizit berücksichtigt, das die Region seit der Unabhängigkeit kennt, um der Prekarität in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur und Regierungsführung des regionalen Territoriums ein Ende zu setzen, schließt die Mitteilung.
Nachrichten 16 Mar 2012 2 Min. Lesezeit
Die OMDH reagiert auf die tragischen Ereignisse von Béni Bouayach, Imzouren und Boukidarn: Der sozioökonomischen Marginalisierung der Region ein Ende setzen

