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Nachrichten 18 Jun 2012 2 Min. Lesezeit

Der Unmut der Eltern der Schüler des spanischen Instituts Severo Ochoa

Der Unmut der Eltern der Schüler des spanischen Instituts Severo Ochoa

Die spanische Mission in Tanger zählt etwa 1.200 marokkanische Schüler, von denen 500 ihre Sekundarschulbildung am spanischen Institut Severo Ochoa fortsetzen. Die Vertreter des Elternvereins dieses Instituts drückten am Donnerstag, dem 14. Juni, während einer Pressekonferenz ihre Empörung über die Erhöhung der Einschreibegebühren an spanischen Universitäten für nicht-gemeinschaftliche ausländische Studenten aus. Sie wollten damit auf die Situation insbesondere der neuen marokkanischen Abiturienten der zehn spanischen Schulen in Marokko sowie der 4.000 marokkanischen Studenten aufmerksam machen, die auf acht spanische Universitäten verteilt sind. Dank einer qualitativ hochwertigen Ausbildung an diesen universitären Einrichtungen „setzen eine große Anzahl marokkanischer Studenten ihr Hochschulstudium in Spanien fort, von denen 1.200 an den Universitäten von Granada eingeschrieben sind. Sie sind daher bedroht, ihr Studium aufgrund dieser Erhöhung der Einschreibegebühren abbrechen zu müssen“, erklärte Khalid Tabali, Präsident des Vereins.

Es sei daran erinnert, dass die neue spanische Regierung gerade eine Erhöhung der Einschreibegebühren um 1.000 Euro eingeführt hat, die in einigen Universitäten zwischen 6.000 und 9.000 Euro für unter anderem marokkanische Studenten erreichen können, und zwar ab dem nächsten Studienjahr. Laut den Verantwortlichen des Elternvereins des spanischen Instituts Severo Ochoa hat diese als „diskriminierend“ erachtete Entscheidung NGOs, politische Aktivisten und Menschenrechtsaktivisten in Spanien reagieren lassen, zumal marokkanische Studenten von dieser Erhöhung der universitären Einschreibegebühren nicht betroffen sein sollten, gemäß einer 1982 zwischen Marokko und Spanien unterzeichneten Konvention, die die Gegenseitigkeit der Behandlung spanischer und marokkanischer Bürger an den Universitäten beider Unterzeichnerländer vorsieht. „Bisher haben wir keine offizielle Antwort bezüglich der Behandlung unserer Situation erhalten“, sagte Herr Tabali.

Die Eltern der Schüler riefen bei dieser Gelegenheit die Verantwortlichen dazu auf, sich schnellstmöglich mit der Situation der Absolventen des spanischen Abiturs zu befassen und ihnen das Recht auf Äquivalenz zu gewähren. Dies würde es ihnen ermöglichen, „ihr Studium an den Universitäten in Marokko fortzusetzen, wie es bei den Schülern der französischen Mission der Fall ist“, betonte Herr Tabali.

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