Tourismus in Nador und die sozioprofessionelle Eingliederung junger Menschen. Dies war das Thema eines Treffens, das am 15. März in Nador organisiert wurde. Ziel: Diskussion über Wege und Mittel zur Förderung der Integration junger Menschen in den Tourismussektor durch Beschäftigung und Selbstständigkeit. Die Teilnehmer dieses Treffens, das von der Vereinigung „Moubadara“ für die Entwicklung sozialer Räume und Jugendaktivitäten initiiert wurde, befassten sich mit zwei Hauptachsen: „Tourismus in Nador, Analyse und Aufwertung“ und „Modalitäten der Integration junger Menschen und Selbstständigkeit“.
Gemeinsame ReflexionNach Angaben der Organisatoren versteht sich dieses Treffen als Beitrag zur Reflexion über die Mechanismen, die geschaffen werden müssen, um die Eingliederung junger Menschen in der Provinz und in Marokko im Allgemeinen zu erleichtern und ihnen eine bessere Zukunft zu garantieren, während gleichzeitig die nationalen natürlichen und kulturellen Ressourcen genutzt und bewahrt werden. Erfolgreiche Erfahrungen im Bereich Ökotourismus in zwei Regionen des Königreichs wurden bei dieser Gelegenheit vorgestellt. Die Teilnehmer verfolgten Vorträge über „Die Entwicklung des Tourismus in Zagora“ und „Die Förderung des nachhaltigen Tourismus in der Region Oriental: Potenziale und Einschränkungen“.
Es muss betont werden, dass trotz des reichen ökologischen und kulturellen Potenzials der Region Oriental im Allgemeinen und Nador im Besonderen der Ökotourismus, der ein Schlüsselsektor für die nachhaltige lokale Entwicklung ist, aufgrund des Mangels an geeigneter Beherbergungsinfrastruktur und des Fehlens einer effizienten lokalen Strategie, die auf der Aufwertung lokaler Produkte basiert, nur schwer in Gang kommt. Dies ist das Ergebnis einer Diagnose, die von einem Expertenteam im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Zusammenarbeit mit marokkanischen Partnern durchgeführt wurde. Laut dieser Studie birgt die Region Oriental unbestreitbare komparative Vorteile, vor allem natürlicher Art, die geeignet sind, die Entwicklung des Sektors anzukurbeln oder ihn sogar zu einem Schlüsselsektor der lokalen Wirtschaft zu machen.
Der Schwerpunkt wurde somit auf die Vielfalt des Angebots mit den Gebirgsmassiven, Waldgebieten, Küstenzonen, biologisch und ökologisch wertvollen Naturstätten sowie historischen und archäologischen Stätten gelegt, die den Reichtum der Region ausmachen. Eine spezifische kulturelle Identität, die unmittelbare Nähe zum europäischen Markt, dem wichtigsten Herkunftsmarkt für Touristen in Marokko, und eine starke Präsenz der Zivilgesellschaft in diesem Bereich (60 im ländlichen Tourismus engagierte Vereine) sind allesamt Trümpfe, die bisher nicht ausreichend genutzt wurden. Zudem wird das Fehlen einer Kartierung des ökotouristischen Angebots auf regionaler Ebene und einer Vermarktungsstrategie, die geringe Kapazität lokaler Reisebüros, sich in Tourismusagenturen umzuwandeln, sowie das Defizit an Abstimmungen zwischen den verschiedenen lokalen Akteuren beklagt.
Nador war der Kreuzungspunkt phönizischer, karthagischer, römischer und später islamischer Zivilisationen. Der Begriff „Nador“ soll die Verkleinerungsform von „Aït Nador“ sein, einem der Douar, die in der Nähe der Lagune liegen. Die Region war zudem ein Zufluchtsort für mehrere Sultane.
Dies gilt insbesondere für König Omar Ibn Idriss II. und den almoravidischen Herrscher Youssef Ibn Ali Ibn Tachfine, der sich mit seinen Truppen auf dem Berg Temsamane im Rif niederließ. Die Herrscher der alawitischen Dynastie ihrerseits schenkten der Region Nador aufgrund ihrer privilegierten strategischen Lage besondere Aufmerksamkeit.
Der Name Nador wird eng mit den großen Epen verbunden bleiben, die von den Bewohnern der Region gegen die spanische Besatzung geführt wurden. Dazu gehören unter anderem die denkwürdigen Kämpfe der Nadoris unter der Führung von Charif Mohamed Ameziane gegen die spanischen Truppen und vor allem die berühmte Schlacht von Anoual, die von Mohammed Ben Abdelkrim El Khattabi angeführt wurde.
Wichtige PunkteDie Trümpfe der Region: eine spezifische kulturelle Identität, die unmittelbare Nähe zum europäischen Markt, dem wichtigsten Herkunftsmarkt für Touristen in Marokko, und eine starke Präsenz der Zivilgesellschaft durch 60 im ländlichen Tourismus engagierte Vereine.
Der Ökotourismus, ein Schlüsselsektor für die nachhaltige lokale Entwicklung, hat aufgrund eines offensichtlichen Mangels an Beherbergungsinfrastruktur noch immer Schwierigkeiten, sich zu entwickeln.

