Ksar Sghir, auch bekannt als Ksar Seghir (arabisch: القصر الصغير, el-Qaṣr eṣ-Ṣeghir), ist eine bedeutende Landgemeinde in der Provinz Fahs-Anjra, die zur Region Tanger-Tetouan-Al Hoceima gehört. Der Name bedeutet wörtlich „der kleine Ksar“. Historisch ist der Ort unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Castillejo im Spanischen und Alcácer-Ceguer im Portugiesischen, was auf seine bewegte Geschichte als strategischer Punkt an der Straße von Gibraltar hinweist.
Die Gemeinde liegt direkt an der Mittelmeerküste Marokkos, eingebettet in die hügelige Landschaft der Jebala-Region. Sie befindet sich geografisch günstig zwischen den Städten Tanger und Ceuta. Ein prägendes Merkmal der Landschaft ist die Mündung des Flusses Ksar Sghir, an dessen rechtem Ufer sich der Ort erstreckt. Die unmittelbare Nähe zum modernen Hafen Tanger Med unterstreicht die heutige wirtschaftliche und logistische Bedeutung der Region.
Aufgrund seiner Lage an einer der wichtigsten maritimen Routen der Welt war Ksar Sghir über Jahrhunderte hinweg ein umkämpfter Ort. Die historischen Bezeichnungen spiegeln die verschiedenen Einflüsse wider, die die Region geprägt haben. Heute ist Ksar Sghir nicht nur ein Ort mit historischem Erbe, sondern auch ein Standort von strategischer Bedeutung, da er unter anderem Sitz eines militärischen Marinestützpunkts ist.
Mit einer Bevölkerung von 17.125 Einwohnern (Stand 2024) ist Ksar Sghir eine lebendige Gemeinde, die sich im Wandel befindet. Das tägliche Leben ist stark durch die Nähe zum Meer und die landwirtschaftliche Tradition der Jebala-Region geprägt. Die Bewohner profitieren von der verbesserten Infrastruktur in der Provinz Fahs-Anjra, die durch die Nähe zu den großen Industrie- und Hafenprojekten der Region neue Impulse erhalten hat.
Ksar Sghir ist über die Küstenstraße zwischen Tanger und Ceuta gut erreichbar. Reisende, die die Region erkunden, finden hier einen authentischen Einblick in das Leben an der marokkanischen Mittelmeerküste. Die Gemeinde dient oft als Ausgangspunkt für Erkundungen der umliegenden Berglandschaften der Jebala oder als Zwischenstopp auf der Reise entlang der nördlichen Küste Marokkos. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine Region mit militärischer Präsenz handelt, was bei der Planung von Aktivitäten in Küstennähe berücksichtigt werden sollte.