Davon 696 Haushalte in städtischen Gebieten und 0 in ländlichen Gebieten.
Kerrouchen ist eine marokkanische Landgemeinde, die administrativ zur Provinz Khénifra in der Region Béni Mellal-Khénifra gehört. Mit einer Bevölkerung von 6.796 Einwohnern (Stand 2024) präsentiert sich die Gemeinde als ein Ort, der tief in den Traditionen des Mittleren Atlas verwurzelt ist. Fernab der großen touristischen Zentren bietet Kerrouchen Besuchern die Möglichkeit, das ursprüngliche Marokko in einer landschaftlich beeindruckenden Umgebung zu erleben.
Die Gemeinde liegt in einer strategisch interessanten Zone des Mittleren Atlas. Die Topografie ist geprägt von den Ausläufern des Gebirges, die durch sanfte Hügel, zerklüftete Täler und weite Plateaus gekennzeichnet sind. Diese geografische Lage macht Kerrouchen zu einem wichtigen Knotenpunkt für die lokale Landwirtschaft und Viehzucht, die das Rückgrat der regionalen Wirtschaft bilden.
Das Klima in Kerrouchen wird durch die Höhenlage des Mittleren Atlas bestimmt. Während die Sommer warm und trocken sind, können die Winter kühl und niederschlagsreich sein. In den höheren Lagen der Umgebung sind in den Wintermonaten gelegentliche Frostperioden oder Schneefälle keine Seltenheit, was die Landschaft in ein kontrastreiches Licht taucht und die Vegetation der Region maßgeblich beeinflusst.
Das Leben in Kerrouchen ist stark von der amazighischen Kultur geprägt, die in der Provinz Khénifra allgegenwärtig ist. Die lokale Bevölkerung pflegt traditionelle Lebensweisen, die sich in der Architektur, der Gastronomie und den sozialen Strukturen widerspiegeln. Der Wochenmarkt ist ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens, auf dem lokale Erzeugnisse gehandelt werden und der Austausch zwischen den Bewohnern der umliegenden Dörfer stattfindet.
Für Reisende, die die Provinz Khénifra erkunden, dient Kerrouchen als Ausgangspunkt für Ausflüge in die unberührte Natur des Mittleren Atlas. Die Region eignet sich besonders für Besucher, die Ruhe suchen und Interesse an authentischen Begegnungen haben. Da es sich um eine ländliche Gemeinde handelt, ist eine gute Vorbereitung für die Anreise empfehlenswert. Die Anbindung erfolgt primär über das regionale Straßennetz, das die Gemeinde mit der Provinzhauptstadt Khénifra verbindet.