Endlich beschließt dieser Universitätsstudent, seinen noch neuen PC zu verkaufen. Sein Geldbedarf zwingt ihn dazu. Dank der kostenlosen Kleinanzeigenseiten muss er jedoch nicht mehr woanders nach einem Käufer suchen. Er muss nur auf die Tastatur seines Computers tippen, um seine „Ware“, ihren Preis und seine Telefonnummer anzubieten. Genau das hat unser junger Universitätsstudent vor einigen Tagen auf einer spezialisierten Website getan.
Wenige Minuten nachdem er seinen PC angeboten hatte, erhielt er einen Anruf von einem Käufer. Nach einem kurzen Gespräch wurde der Preis für die „Transaktion“ auf 5.800 DH festgelegt.
Wir befinden uns in der Wirtschaftshauptstadt Casablanca. In einem Café in Hay Hassani treffen sie sich, der Student mit dem PC in der Hand und der Kunde mit den Banknoten in der Tasche. Sie setzen sich, unterhalten sich, schließen ihr „Geschäft“ ab und jeder geht seines Weges.
Tatsächlich war der junge Universitätsstudent voller Freude, da es ihm gelungen war, seinen PC zu einem guten Preis zu verkaufen. Doch seine Freude sollte einige Stunden später schnell der Traurigkeit weichen. Unser junger Universitätsstudent entdeckt, dass die 29 200-DH-Scheine gefälscht sind! Ohne Zeit zu verlieren, geht er zur Polizeistation und erstattet Anzeige, während er den Ermittlern die gefälschten Banknoten sowie die Telefonnummer des Kunden übergibt. Er beschreibt ihnen auch dessen Merkmale.
Eine Untersuchung wurde sofort von den Elementen der Kriminalpolizei (PJ) des Bezirks Hay Hassani eingeleitet. Einige Stunden später wurde der Beschuldigte festgenommen, nicht in Casablanca, sondern in der Region Layaïda, in der Nähe von Bouknadel, einige Dutzend Kilometer von der Stadt Salé entfernt.
Es stellte sich heraus, dass es sich um einen vorbestraften Vierzigjährigen handelte, der bereits eine zehnjährige Haftstrafe wegen desselben Motivs verbüßt hatte, nämlich der Fälschung von Banknoten. Er gestand, seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis täglich eine Summe zwischen 4.000 und 5.000 DH gefälscht zu haben, die er durch den Kauf von Artikeln bei Händlern oder Gelegenheitsverkäufern in allen Ecken des Königreichs in Umlauf brachte.
Er gab an, nicht weniger als zwanzig Opfer in seinen Korb gelegt zu haben, die unter anderem in Casablanca, Fès, Rabat, Tanger, Temara, Larache, Tétouan, Safi und El Jadida lebten. Der Beschuldigte wurde vor die Strafkammer beim Berufungsgericht von Casablanca gebracht, angeklagt wegen Fälschung und Inverkehrbringung von gefälschten Banknoten.
Nachrichten 22 May 2013 2 Min. Lesezeit
Ein junger Student von einem Geldfälscher betrogen
Endlich beschließt dieser Universitätsstudent, seinen noch neuen PC zu verkaufen. Sein Geldbedarf zwingt ihn dazu. Dank der kostenlosen Kleinanzeigenseiten muss er jedoch nicht mehr woanders nach einem Käufer suchen.

